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Tag des Geotops war voller Erfolg

Ortenberg. Als vollen Erfolg werten die Veranstalter unter Federführung der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, Fachsektion Vulkan Vogelsberg, den dritten „Tag des Geotops“ in der Vulkanregion Vogelsberg. 2010 erstmals in Büdingen ausgerichtet, mit der Fortsetzung 2011 in Herbstein, fand er in diesem Jahr in Ortenberg statt. Der Vogelsbergkreis als Mitglied in der Fachsektion freute sich über die große Besucherresonanz, die ein Baustein sein wird auf dem Weg zu einem zukünftigen Geopark.
Bereits am Vormittag war der Zuspruch so groß, dass die Besuchergruppe für die Führung um den Schlossberg geteilt werden musste. Am Weg lag auch das Geotop des Jahres, eine Wand mit Basaltsäulen am Fuß des Schlossberges, die im weitesten Sinne zu dem großen Vulkanschlot gehören, der auch im Steinbruch Gaulsberg zu sehen ist.

Der anschließende Vortrag von Prof. Lothar Viereck-Götte in der Ortenberger Marienkirche wurde von etwa 140 Interessierten besucht. Hier ging es um die Unterschiede zwischen den verschiedenen mitteleuropäischen Vulkanfeldern und um die Besonderheiten des Vogelsberges, wie die beeindruckenden Felsen des Oberwaldes, dünnflüssige Lavaströme wie sie am Glauberg zu sehen sind oder einen hervorragend aufgeschlossenen Schlackenvulkan bei Michelnau. Rote Böden, die zur Zeit des Vogelsberg-Vulkanismus unter tropisch-subtropischen Bedingungen entstanden und die vor allem im westlichen Vogelsberg bei Lich noch erhalten sind, waren Thema des Vortrages. Im Rahmen der Erweiterung der Deutschen Vulkanstrasse, die es bisher nur in der Eifel gibt, könnten eben diese Besonderheiten die Beiträge des Vogelsberges zum Thema Vulkanismus sein. Die dazugehörige Ausstellung im Bürgerhaus Bergheim zeigte regionale Gesteine und Geotope sowie geotouristische Initiativen im Vogelsberg.

Am Stand der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG), die den Tag inhaltlich gestaltete, gab es vielfältige Informationen zur Geologie und zu den Aktivitäten des Vereins. Wolfgang Wilhelm aus Selters hatte neben Exponaten aus seiner Sammlung auch große Fundstücke von Basalten, Buntsandstein, Kaolin und Zechstein zur Ausstellung beigetragen, die mit Farnen dekoriert wunderbare Ensembels bildeten. An der Wanderung zu Geotopen, die in einer längeren und einer kürzeren Variante angeboten wurde, nahmen wiederum von ca. 140 Personen teil, die überwiegend auch bis zu den anschließenden Vorträgen über die großen Schlote bei Ortenberg und über den geplanten Geopfad Ortenberg blieben.  Eine Vulkantorte genoss die besondere Aufmerksamkeit, stellte sie doch als neuer Vulkantyp verschiedene Ansichten zum Vulkanismus in Frage. Es bleibt von Seiten der Sektion Vogelsberg der DVG, allen Beteiligten insbesondere auch der Stadt Ortenberg und ihren Mitarbeitern herzlichen Dank zu sagen.



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