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Es ist angerichtet! Die Bescherung und die schläden Engel beim Gernsehen

IMG_2399 kleinFulda. Wenn bei der beliebten Dinner-Show-Reihe „Gernsehen & Abendessen“ zur Weihnachts-Ausgabe gebeten wird, dann kann man davon ausgehen, dass es sich nicht um eine traditionelle Veranstaltung handelt. Genau das macht aber den Reiz dieses Kleinkunst-Kleinodes aus. Nicht umsonst war die Show schon Wochen vorher ausverkauft und das Museumscafé voll besetzt. Paare, Gruppe, eine Firmen-Weihnachtsfeier und sogar eine Geburtstag-Gesellschaft fanden sich unter den Gästen und trotz dieser heterogenen Zusammensetzung war für jeden etwas dabei: Wunderbar gesungene und gegen den Strich gebürstete Weihnachtslieder, anregende Gedanken zum Thema Advents-Traditionen, umwerfend komischer Klamauk und sogar selbst gebackene Plätzchen, die allerdings nicht in Stern- und Herzform daher kamen, sondern Spinnen, Kraken und Geier zeigten, eben echtes „kabarettistisches Gebäck“ zusätzlich zu einem schmackhaften weihnachtlichen 3-Gang-Menü.

Das Publikum wurde also rundum verwöhnt. Es durfte aber nicht nur genießen, sondern bekam auch was zu tun. Gastgeberin Marianne Blum als Nicolette (die kleinere, dünnere und sehr viel jüngere Schwester vom Nikolaus) ließ die Zuschauer z.B. ihr schrecklichstes Geschenk aufschreiben und erstellte anschließend eine Hitliste, bei der das Publikum durch Applaus abstimmen durfte, welches das allerschrecklichste Geschenk war. Ganz oben auf der Liste: 3 Winterreifen, knapp dahinter: ein Glas eingemachte Sauerkirsche aus dem Jahr 1956 und Reizwäsche, eine Nummer zu klein… .

Sorgte diese interaktive Nummer schon für Amüsement, so setzte Blum im letzten Set noch eins drauf mit dem interaktiven Hörspiel „3 Nüsse für Hermann“ – einer herrlich absurden Parodie auf das bekannte Märchen, bei dem einzelne Zuschauer nicht nur Sprechrollen bekamen, sondern auch Geräusch-Rollen wie „Handy“, „Schraubendreher“ und „defekte Heizung“. Zum Brüllen.

Ebenfalls urkomisch: die „schläden Engel“ alias Christoph Günther, Christoph Leipold (beide von den Rhöner Säuwäntzt) und Michael Günther (Tuba). Die drei sahen nicht nur herzallerliebst aus in ihren weißen Roben, mit Flügeln und Heiligenschein ausgestattet, sie waren in ihrer offensiv zelebrierten Einfalt auch der perfekte Side-Kick für die Entertainerin, von denen man sich fast noch ein bisschen mehr Einsätze gewünscht hätte. Der fünfte im Bunde war George Wagner. Er bildete als Jazz-Engel an der Gitarre das solide musikalische Fundament der Show. Exemplarisch seien hier nur zwei der musikalischen Highlights der Show erwähnt: „Last Christmas“ in einer schnellen Polka-Version und „Light my Fire“ von den Doors, ebenfalls in der Besetzung: Gitarre, Teekisten-Bass, Waschbrett und Tuba – ein Fest! (Text: Stephanie Metzger, Fotos: Christian Reinhardt)

Bei der Januar-Ausgabe „Gernsehen und Abendessen“ am 28.01.15 ist „Engelsgesang“ mit dem ausgezeichneten A Capella Ensemble Arcantus aus Wien zu erleben. Infos unter 0661-240230, Reservierungen unter 0661-240029 oder online: catering@kreuz.com



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