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Heilig Abend in Gemeinschaft verbringen

025 RCV Weihnacht Obdachl 241215 wimSeit 30 Jahren gibt es die Weihnachtsfeier am Heiligen Abend für Alleinstehende, Obdachlose und Nichtsesshafte in Fulda. Die Altentagesstätte der Caritas am Hexenturm war, wie die Jahre zuvor, bis auf den letzten Platz besetzt und es mussten Stühle herbeigeschafft werden, um allen eine Sitzgelegenheit zu bieten. Der ehemalige Pfadfinder und ehrenamtliche Mitarbeiter Heinrich Kolb, der heute im Marienheim Fulda lebt, hatte im Jahre 1985 gespürt, dass Menschen ohne Heimat mehr benötigten, als Beratung, das tägliche Brot und materielle Hilfen. Mit der Weihnachtsfeier am Heiligen Abend setzte er die Weihnachtsbotschaft in die Tat um. Die froh machende Botschaft von Weihnachten, die die Engel auf dem Felde von Bethlehem den Hirten, der damaligen Randgruppe, verkündigten und diesen Hoffnung gab, sollte auch für Alleinstehende, Obdachlose und Nichtsesshafte spürbar werden. Der verstorbene Dompfarrer Heinz Rumpf, von der Idee der Weihnachtsfeier begeistert, förderte diese. Durch die größer werdende Gästezahl übernahm der Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa die Organisation (verantwortlich Torsten Hammer, Haus Jakobsbrunnen). Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und die Sach- und Geldspender sei eine Feier mit so vielen Gästen nicht zu bewältigen, so Caritas – Geschäftsführer Christian Reuter, der im Namen des Verbandes begrüßte.

Es sei ihm eine große Freude, dass das Angebot der Caritas so gut angenommen werde, zeige sich darin doch, dass an diesem besonderen Tag die Gemeinschaft gesucht werde. Bischof Heinz Josef Algermissen, der seit 14 Jahren regelmäßig zu Besuch kommt, zeigte sich stolz auf die Heilig Abend Feier der Caritas. Es freue ihn bekannte Gesichter zu sehen und wandte sich besonders an Noël (11), die mit ihrem Vater zum zehnten Mal an der Feier teilnahm und die ihm ein Geschenk überreichte. Das Kind in der Krippe sei den Menschen in Not, auf der Flucht, ohne zuhause ganz nahe, wenn sie ihn anschauten und Begegnung mit im suchten. Diese spürbare Nähe biete der Heilige Abend bei der Caritas und ebenso die Eucharistie. Gemeinsam mit dem Bischof waren auch Weihbischof Karlheinz Diez, Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke sowie Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau, Vorsitzender regionaler Caritasverband und Ansgar Erb Vorstand Diözesancaritasverband gekommen. Die Stadt Fulda war durch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtrat Waldemar Eckert vertreten. Der Oberbürgermeister dankte im Namen der städtischen Gremien. Die Heilig Abend Feier sei ein wichtiges, festes und sehr gut besuchtes Angebot der Caritas und ein Aushängeschild für die Stadt. Das Gitarrenquartett mit Daniel Demminger, Ricarda Waider, Tobias Wehner und Stefan Sevcik spielte weihnachtliche Weisen und gehört an diesem Abend schon zum „Stammangebot“.

Cornelia Goossens rezitierte Weihnachtsgedichte und verlas das Weihnachtsevangelium, das in Weihnachtslieder, wie „Alle Jahre wieder und Zu Betlehem geboren“ eingebettet war. Bei „Stille Nacht, heilige Nacht“ war die Ergriffenheit der Gäste spürbar. Bei der anschließenden Mitmachaktion konnte jeder anonym seine Gedanken und Wünsche auf vorbereitete Zettel schreiben, die teilweise verlesen wurden und einen Platz am Weihnachtsbaum oder der Krippe fanden. Ein weiterer Höhepunkt war das festliche und überaus reichliche Abendessen, das seit vielen Jahren die Fleischerei Schneider zubereitet. Ein selbstgeschriebenes Gedichte von Georg Reith, Weihnachtsgeschichten vorgetragen von Ursula Wnuck sowie Weihnachtslieder, begleitet auf dem E – Piano von Gerhard Vogel, Hattenhof, der die gesamte Heilig Abend Feier musikalisch mitgestaltete, bereicherten den Tag. Stadtpfarrer Stefan Buß sagte, dass sein schönstes Adventsgedicht von der Lebensfreude, der Zeit und der Liebe handele. Das Lächeln des Kindes in der Krippe habe ihren ursprünglichen Geist wieder geweckt und so in ihnen Weihnachten verwirklicht.

Am Ende der Weihnachtsfeier, die in der Zeit von 15 bis 21 Uhr stattfand, erhielt jeder ein ansehnliches Weihnachtsgeschenk, das aus den Spenden zusammengestellt worden war.

 



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