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Junge Philharmonie Fulda ergänzt musikalisches Angebot der Region

Ein prägnantes Hornsolo, aufstrebende Streicher-Partien und schmetternde Bläserfanfaren: Die Aussicht, Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 in Es-Dur spielen zu dürfen, lenkt bereits zum Jahresbeginn die Vorfreude der Musiker der Jungen Philharmonie Fulda auf die zweite Jahreshälfte. Denn am 3. Oktober soll das Werk mit dem Beinamen „Die Romantische“ erklingen. „Eine der Musikerinnen hat schon angekündigt, dafür die Feier zu ihrem 18. Geburtstag ausfallen zu lassen“, erzählt Ekkehard Hauenstein mit einem Lachen. Doch dieser engagierte Einsatz ist im Ensemble kein Einzelfall.

Der Dirigent des Orchesters ist selbst Profimusiker, ausgezeichnet mit zahlreichen internationalen Preisen. Zurzeit hat er ein Engagement als Soloflötist am Staatstheater Meiningen und ist nach Meisterkursen unter anderem bei Sergiu Celibidache und Carlos Kleiber als freischaffender Dirigent tätig. Er leitet verschiedene Ensembles in verschiedenen Städten wie München – und eben in Fulda. In der Barockstadt tut er dies wie alle anderen Musiker der Jungen Philharmonie im Übrigen ohne finanziellen Nutzen: „Die Arbeit mit der Jungen Philharmonie Fulda begeistert mich immer wieder aufs Neue“, erklärt Hauenstein seine Motivation dazu und ergänzt: „Die Basis des Orchesters ist ein hohes technisches Können, aber fast wichtiger ist es, dass alle mit ihrer Freude an der Musik den Funken aufs Publikum überspringen lassen können.“ Wie begeistert der Profi von seinem Ensemble ist, lässt sich vielleicht auch an etwas anderem ablesen: Er führt nicht nur den Taktstock, sondern gemeinsam mit anderen Musikern stemmt er auch die umfangreiche Organisation. Und das bedeutet, Konzertorte zu suchen, Noten zu beschaffen, Engagements im Ausland zu ermöglichen, Unterstützer zu finden oder auch Plakate in Fulda zu kleben – auch dabei sieht er sich als Teil des Ganzen.

„Das Ganze“, das sind junge, versierte Instrumentalisten, die eine Profikarriere anstreben oder als Laien auf höchstem Niveau spielen. „Jeder ist in der Lage, sich seine Stimme selbst anzueignen, so dass Proben dann direkt für die musikalische Arbeit genutzt werden können“, erklärt der Dirigent. Damit aus den Einzelstimmen ein harmonischer Klangkörper entstehen kann, gibt es intensive Probephasen über ein, zwei Wochenenden. Am Ende des zweiten Wochenendes folgt dann die Aufführung des erarbeiteten Repertoires. So war es bereits mit dem Programm „Shakespeare in love“ mit Werken von Tschaikowsky, Prokofjew und Mendelssohn im Oktober 2012 oder mit dem Premierenkonzert 2011, das ausschließlich festliche Ouvertüren präsentierte, und so wird es mit Bruckners vierter Sinfonie sein.

Welche Werke gespielt werden, das bestimmen die Musiker selbst: „Über soziale Netzwerke ist ein Austausch völlig unkompliziert“, erzählt Hauenstein augenzwinkernd. In ihren Planungen blickt die Junge Philharmonie Fulda aber auch über den eigenen Bühnenrand hinaus. „Wir möchten niemandem Konkurrenz machen, sondern das Angebot bereichern“, betont der Dirigent. Und da einige der Musiker auch aktiv in anderen Ensembles der Region sind, haben alle ein Interesse daran, dass niemand zwischen den Stühlen sitzen muss – weder als Musiker noch als Publikum.

Kontakt:
Ort und Zeit des Konzerts am 3. Oktober stehen noch nicht fest. Mehr Infos im Internet unter www.juphi-fulda.de. Wer sich für die Arbeit der Jungen Philharmonie Fulda interessiert und zu ihnen Kontakt aufnehmen möchte, kann dies tun per Mail an info@juphi-fulda.de



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