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Schuldnerberatungsstelle erweitert Beratungsangebot

Die jetzige Landesregierung löste im letzten Jahr ihr Versprechen ein, Schuldnerberatungsstellen im Rahmen des Sozialbudgets wieder zu fördern. Auf die Lauterbacher Schuldnerberatungsstelle entfällt ein jährlicher Förderbetrag von 44.500 Euro. Das bedeutet aber keine Einsparung für den Kreis, weil die Fördergelder nur für Verbesserungen bestehender Angebote verwendet werden dürfen. „Auch wenn der Kreis durch den Zuschuss selbst nicht finanziell entlastet wird, freuen wir uns doch, das kostenlose Beratungsangebot für die vielen Rat suchenden, überschuldeten Menschen im Kreis verbessern zu können“, teilt Landrat Manfred Görig mit.

So sind in der Schuldnerberatungsstelle die zeitlichen Kapazitäten schon Ende letzten Jahres erweitert worden, um die bestehenden Wartezeiten zu verkürzen. Eine weitere Stundenaufstockung ist geplant. Neben der personellen Verstärkung sollen auch die Beratungsangebote noch bürgerfreundlicher gestaltet werden. Ab sofort werden montags von 14 bis 17 Uhr offene Sprechzeiten angeboten, für die keine vorherigen Terminvereinbarungen nötig sind. Wer Fragen schnell online klären will, kann sich unter der Mailadresse sb-online@vogelsbergkreis.de an die Schuldnerberatungsstelle wenden.

Die Schuldnerberatungsstelle in der Lauterbacher Kreisverwaltung existiert schon seit 1988. Sie ist im Vogelsbergkreis die einzige Anlaufstelle dieser Art für überschuldete Personen. Als der Bundesgesetzgeber zum 1. Januar 1999 die Möglichkeit der Privatinsolvenz einführte, war die Lauterbacher Stelle hessenweit unter den ersten, die die staatliche Anerkennung zur Durchführung von Insolvenzberatungen erhielten. In den ersten Jahren zahlte das Land für anerkannte Beratungsstellen Zuschüsse, 2003 waren dies für die Lauterbacher Stelle noch über 66.000 Euro. Im Zuge der „Operation sichere Zukunft“ der damaligen Landesregierung wurden aber ab 2004 die Zuwendungen wieder gestrichen.

Entsprechend den Vorgaben des Landes wird sich die Schuldnerberatungsstelle des Vogelsbergkreises erstmals auch an der Überschuldungsstatistik des Bundes beteiligen. Mit der Statistik soll die Datenlage von Personen verbessert werden, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Die Erkenntnisse sollen der bundesweiten Suche nach Lösungsvorschlägen dienen, um Überschuldungssituationen und schwierige finanzielle Situation nach Möglichkeit zu verhindern.



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