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Ein Buch für alle Sternenpark-Fans

„Sternenpark Rhön. Warum der Schutz der Nacht Menschen und Natur so gut tut“ heißt ein Buch, das soeben in Parzellers Buchverlag Fulda erschienen ist. Jetzt wurde es offiziell vom Vorsitzenden der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön und Landrat des Landkreises Bad Kissingen, Thomas Bold, im Beisein der beiden Autoren Dr. Mathias R. Schmidt und Sabine Frank vorgestellt.
Dass die Rhön zum „Internationalen Sternenpark“ erhoben wurde, hat sich inzwischen weit über die Region hinaus herumgesprochen. Doch was ist eigentlich ein Sternenpark? Was will man da auf welche Weise erreichen – und warum? Genau diese Fragen greift das Buch zum Sternenpark Rhön auf und versteht sich damit  als Leitfaden für den Schutz der Nacht.

Im Sommer 2014 habe die Rhön von der International Dark Sky Association (IDA) den Titel „Sternenpark“ erhalten, sagte Thomas Bold. Das sei eine hohe Auszeichnung, da es weltweit nur neun solcher Dark Sky Reserves sowie einige weniger strenge Schutzgebiete gibt. Auch sei damit das in vieler Hinsicht als modellhaft geltende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön um eine Dimension reicher geworden. „Die Ausweisung als Sternenpark ist für die Rhön ein Alleinstellungsmerkmal mit großer Strahlkraft, was auch für den Tourismus einen wichtigen Vermarktungswert darstellt“, meinte Bold. Das Buch sei laut Rückmeldung der IDA das Erste überhaupt, das bislang über einen Sternenpark als solches informiere und herausgegeben worden sei, betonte der ARGE-Vorsitzende. Aus vielen Perspektiven und mit großer Übersicht hätten die beiden Autoren Dr. Mathias R. Schmidt und Sabine Frank das Thema „Sternenpark“ in ihrem Buch erläutert. In acht Kapiteln werden die Geschichte des Sternenparks erzählt und die Auswirkungen von künstlichem Licht auf Mensch, Fauna und Flora beschrieben, Herausforderungen benannt und erläutert, wie man zum Schutz der Nacht beitragen kann.

Das Buch nehme den Leser mit auf eine inspirierende Zeitreise und berichte auch über einen Planetoiden namens „Rhön“, von dem viele noch nie etwas gehört haben dürften. Gut nachvollziehbar und mit zahlreichen Illustrationen und Fotos und diversen Selbstchecks geben die beiden Autoren einen fundierten Überblick über die Player im Sternenpark Rhön: die Gebietskörperschaften und Kommunen, die Bürger und Gewerbetreibenden und nicht zuletzt die regionalen Energieversorger. „Sie alle, jeder auf seine Weise, tragen zum Erfolg des Sternenparks bei, wenn sie in der Nacht künstliches Licht umweltgerecht einsetzen und damit die Lichtverschmutzung reduzieren“, sagte Bold. Das Buch sei in Kooperation mit der ARGE Rhön sowie dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön entstanden und von der Stiftung der Sparkasse Fulda unterstützt worden. Als wichtigen Multiplikator für den Sternenpark Rhön hob er auch noch Sabine Frank hervor. Sie sei mit großem Engagement, Leidenschaft und Temperament als Sternenpark-Koordinatorin „missionarisch“ in Sachen Sternenpark Rhön unterwegs und begeistere immer mehr Menschen für dieses Thema.

Dr. Mathias R. Schmidt stellte fest, dass es ohne den Antrag der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön, die Rhön als Sternenpark ausweisen zu lassen, bis heute keinen „Sternenpark Rhön“ gebe.  Die Behebung des Problems der Lichtverschmutzung sei eine wichtige Angelegenheit, da sich die natürliche Dunkelheit positiv auf Mensch und Natur auswirke. „Wir wollen mit unserem Buch den Menschen die Augen öffnen, dass es sich lohnt, sich für den Schutz der Nacht einzusetzen. Nur selten gibt es Umweltprobleme, die so einfach wie die Lichtverschmutzung in den Griff zu kriegen sind“, sagte Dr.  Schmidt. „Alles geht einfach und spart zudem noch Geld.“

Sabine Frank freute sich, dass der „Sternenpark Rhön“ immer bekannter wird und immer mehr Resonanz in der Öffentlichkeit findet. Die Rhön sei inzwischen zu einer Modellregion für nachhaltige Beleuchtung geworden. Sie selbst als Sternenpark-Koordinatorin bekomme immer mehr Anfragen aus anderen Bundesländern mit der Bitte, Vorträge zum Thema „Sternenpark Rhön“ zu halten. Mit dem Buch „Sternenpark Rhön“ wolle sie mit Dr. Schmidt den Lesern die Bedeutung der Nacht für die Gesundheit und den Wert der Nacht für die Natur vermitteln. Des Weiteren beinhalte das gemeinsame Werk die Geschichte, wie die Rhön zum Sternenpark wurde, was Kommunen, Bürger und Gewerbe zur Reduzierung der Lichtverschmutzung beitragen können, die Rolle der Energieversorger, die Schnittmengen mit dem UNESCO-Biosphärenreservat, eine astronomische Zeitreise unter dem Motto „Der Mensch und die Sterne“ sowie eine Zwischenbilanz und einen Ausblick. „Wir hoffen, mit unserem Mitmachbuch weitere Menschen für das Thema Sternenpark begeistern und die Bewahrung der Nacht in der Rhön mit ihrer natürlichen Nachtlandschaft und ihrem sternenreichen Himmel erhalten zu können.“

Bild: Im Beisein der beiden Autoren Dr. Mathias R. Schmidt und Sabine Frank stellte jetzt der Vorsitzende der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön, Thomas Bold, das Buch „Sternenpark Rhön. Warum der Schutz der Nacht Menschen und Natur so gut tut“ vor (von links).



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