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JUMO verschiebt Baustart für neues Werk Unsichere Weltwirtschaft macht Neuplanung nötig

Die Umsetzung der Planung für das neue Werk des Mess-und Regeltechnikherstellers JUMO im Industriegebiet Fulda West verschiebt sich voraussichtlich um ein Jahr. Gründe für diese Entscheidung sind primär in der derzeit unsicheren weltwirtschaftlichen Lage zu sehen.

„Als wir mit der Planung für das Werk II begonnen haben, war die weltweite Konjunkturentwicklung stabil und die Aussichten positiv. Das hat sich in den letzten Monaten grundlegend geändert“, erläutert der geschäftsführende JUMO-Gesellschafter Bernhard Juchheim. Die Entwicklung auf den internationalen Märkten, der Verfall des Ölpreises, die nach wie vor nicht ausgestandene Schuldenkrise in Europa und die negativen Signale im Finanzsektor sorgen aktuell für ein Klima der Unsicherheit.
„Wir haben die Verantwortung, die Zukunft des Unternehmens langfristig sicherzustellen. Dazu dient das neue Werk II. Vor allen Dingen haben wir aber die Verantwortung für jeden einzelnen Arbeitsplatz bei JUMO. Wir sind uns sicher, mit der jetzt beschlossenen Verschiebung die richtige Entscheidung im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen zu haben“, betont Bernhard Juchheim.

Die Planungen werden nicht komplett eingestellt, sondern in kleinerem Umfang fortgeführt. „Wir nehmen uns jetzt die Zeit, die wir durch die Verschiebung gewinnen, um interne Prozesse und Abläufe weiter zu optimieren und auf das neue Werk anzupassen“, ergänzt Michael Juchheim, der mit seinem Vater als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen führt.

„Die neue Zeitplanung gibt uns auch die Möglichkeit, das neue Werk zu einer echten digitalen Fabrik im Sinne der Industrie 4.0 werden zu lassen“, führt Michael Juchheim weiter aus. Derzeit gebe es hier noch viele offene Fragen im Hinblick auf Standards und Normen, durch die sich eine effektive Planung unter Berücksichtigung dieses Themas sehr anspruchsvoll gestaltet.

Die JUMO-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Fulda beschäftigt weltweit über 2.200 Mitarbeiter und ist einer der führenden Hersteller auf dem Gebiet der industriellen Sensor- und Automatisierungstechnik. JUMO-Produkte kommen rund um den Globus beispielsweise in den Branchen „Heizung und Klima“, „Lebensmittel und Getränke“, „Erneuerbare Energien“ oder „Wasser und Abwasser“ zum Einsatz. Zur Unternehmensgruppe zählen fünf Niederlassungen in Deutschland, 24 Tochtergesellschaften im Ausland sowie mehr als 40 Vertretungen weltweit. Der Umsatz lag im Jahr 2014 bei 221 Millionen Euro.



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