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Händels „Messiah“ – Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Städtischer Konzertchor Winfridia feiert 140-jähriges Jubiläum

Konzertchor Winfridia__Carsten Rupp__2015__2Wenn am 27. Februar 2016 im Festsaal der Orangerie Fulda um 19.30 Uhr Händels „Messiah“ erklingt, ist dies ein besonderes Konzert: Mit der Aufführung feiert der Konzertchor der Stadt Fulda sein 140-jähriges Bestehen als „Chorgemeinschaft Winfridia“.

Mit mehr als siebzig Sängerinnen und Sängern, einem renommierten Orchester und herausragenden Solisten wird der Städtische Konzertchor den „Messiah“ an diesem Abend zur Aufführung bringen. Das Konzert markiert dabei einen besonderen Moment in der Chorgeschichte: Denn es war eine Aufführung desselben Werkes im März 1948, nach welcher Dr. Cuno Raabe, damaliger Oberbürgermeister der Stadt Fulda, den Chor offiziell zum „Konzertchor der Stadt Fulda“ ernannte.

Inzwischen blickt der Fuldaer Konzertchor auf eine beachtliche Geschichte zurück. Aus der 1876 als katholischer Männergesangsverein gegründeten „Gesang-Gesellschaft Winfridia“   wurde mit der Angliederung eines Frauenchores 1928 ein gemischter Chor. Mit der kommenden Aufführung unterstreicht er nun einmal mehr seine Bedeutung im regionalen und überregionalen Kulturleben.

Am 13. April 1742 unter Händel uraufgeführt, gehört der „Messiah“ heute zu den populärsten Beispielen geistlicher Musik und wird gerne als der Inbegriff eines Oratoriums angesehen. Es umfasst in drei Teilen die Ankündigung und Ankunft des Messias, seine Leidensgeschichte und Himmelfahrt sowie den Ausblick auf das Jüngste Gericht und die Erlösung der Menschheit durch den Auferstandenen. Das von Charles Jennens verfasste Libretto besteht dabei ausschließlich aus biblischen, überwiegend alttestamentarischen Texten.

Im Laufe der Zeit nahm Händel an dem Werk – durch sich wandelnde Aufführungsbedingungen und Solisten – verschiedene Änderungen vor. Wurden seine Oratorien nach seinem Tod in immer größeren Besetzungen aufgeführt, hatte er ursprünglich nur einen kleinen Chor und ein kleines Instrumentalensemble vorgesehen. So erfolgte auch die Uraufführung des „Messiah“ in Dublin nur mit einem Chor von zwanzig Sängern.

Nach dem Vorbild der ersten Aufführungen will der Städtische Konzertchor Winfridia den „Messiah“ am 27. Februar 2016 erneut zum Leuchten bringen. Der Chor wird dabei unterstützt vom Göttinger Symphonieorchester, der Sopranistin Antonia Bourvé, Altistin Anne Haase, dem Tenor Marcus Ullmann sowie dem Bariton Sebastian Kitzinger. Die Leitung übernimmt Chordirektor Carsten Rupp.

Tickets sind in der Stadt-Apotheke Fulda, per Email unter karten@konzertchor-fulda.de oder an der Abendkasse erhältlich (15/20/25 Euro, ermäßigt 10/15/20 Euro).

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Kultur & Unterhaltung