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Diözesankonferenz der Kolpingjugend im DV Fulda macht sich stark für eine Zukunft mit Flüchtlingen und ohne Anfeindungen.

Am Freitagabend trafen 18 Teilnehmer_innen, welche die Anreise aus Neustadt, Großentaft, Weyhers, Bad Orb und Kirchhain auf sich genommen hatten, nach und nach im Johanneshaus in Amöneburg ein, welches neben der Kirche und dem Pfarrheim auf einem Berg thront und nach der steilen Auffahrt mit einem atemberaubenden Blick ins Tal belohnt.

Nachdem die Zimmer bezogen wurden, stärkten sich alle Anwesenden bei einem leckeren Abendessen mit kalten und warmen Köstlichkeiten. Es wurden erste Gespräche geführt und der Zusammenhalt und der Kolpinggeist waren schon von Anfang an spürbar.
Frisch gestärkt und motiviert für das kommende Wochenende begab man sich im Anschluss in den Konferenzraum, wo durch die Kolpingjugend-Fahne und den Schnuffi bereits ein Hauch von Kolping in der Luft lag. Dort begann gegen 19 Uhr der erste Konferenzteil, welcher durch einen Impuls über Schwerhörigkeit, vorgetragen von Hans Gerhardt, stimmungsvoll eingeleitet wurde.

Anschließend stellten sich die verschiedenen Kolpingfamilien mit ihrem anwesenden Teilnehmer_innen und ihrem momentan laufenden Aktionen und Kindergruppen vor. Patrick Prähler, Diakon aus Fritzlar, sorgte für den geistlichen Part der Konferenz . Auch Sophia Wagner, geistliche Leitung des BDKJ-Diözesanverbandes Fulda, leistete uns Gesellschaft und berichtete über Neuigkeiten aus dem BDKJ.

Nach diesem kurzen Einblick in die Kolpingarbeit besprachen wir die Inhalte des Rechenschaftsberichtes der DiKo aus dem Jahr 2015.

Als Nächstes stand das Update neuer Veranstaltungen für 2016 auf dem Programm. Hier konnte man sehr gut das große Engagement des Kolpingwerks und vor allem der Kolpingjugend erkennen. Die Angebotsliste reichte von Großveranstaltungen wie dem Bonifatiusfest in Fulda über die alljährliche Ostereieraktion bis hin zu den unterschiedlichsten Kinder- und Jugendfreizeiten.
Auch kam im Laufe des Abends durch Patrick Prähler die Idee zustande, eine dauerhafte Band für die BDKJ-Gottesdienste zu engagieren, welche spätestens zum BDKJ-Jugendgottesdienst im nächsten Jahr zum Einsatz kommen soll..

Ein besonders wichtiger Gesichtspunkt in Bezug auf die Zukunft der Diözesanleitung und die inhaltliche Arbeit wurde nun diskutiert, nämlich die Gründung eines Diözesanen Arbeitskreises, kurz DAK genannt. Dieser soll der Diözesanleitung so gut wie möglich unter die Arme greifen, um die inhaltliche Arbeit sowie die öffentliche Darstellung der Kolpingjugend zu verstärken.

Im Laufe des Abends stieß dann noch die neue Verbandsreferentin Melanie Möller aus Großentaft zu uns, um ihre erste DiKo miterleben zu können. Außerdem waren Diözesangeschäftsführer Steffen Kempa, der Diözesanvorsitzende Josef Richter und die stellvertretende Vorsitzende Birgit Gruß zu Gast.
Nach einem erfolgreichen ersten Sitzungsteil wurden alle in den wohlverdienten Feierabend entlassen. Man setzte sich in gemütlicher Runde zusammen und kam ins Gespräch. Kurz gesagt: es war ein würdiger Abschluss eines interessanten und abwechslungsreichen Tages. So wurde bis in die Nacht zusammengesessen und sich das eine oder andere Feierabendbier genehmigt (?). Auch so kann Kolpinggeist gelebt werden!

Am Samstagmorgen um 8:30 Uhr wurde der Tag mit einem durch Patrick sehr schön gestalteten Morgenimpuls eingeläutet. Hier hat sich unsere geistliche Begleitung wirklich an dem Thema orientiert: Jede_r Konferenzteilnehmer_in zog ein Kolpingzitat aus einem kleinen Säckchen und machte sich im Stillen Gedanken darüber. Als Abschluss verfasste jede_r eine persönliche Fürbitte, um eigene Gedanken, Wünsche, Anliegen usw. zu Gott zu tragen.

Um die Energiereserven wieder aufzutanken, gingen dann alle Kolpingjugendlichen zum Frühstück und starteten mit einem leckeren Kaffee und einem reichhaltigen Buffet in den Tag.

Ab ca. 9:30 Uhr begann das inhaltliche Programm zum Thema Rechtsextremismus und Hasskommentare im Netz unter der Leitung von Christopher Vogel, welcher Sozialpädagoge ist und beim „Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus“ in Kassel arbeitet. Zu Beginn zeigte er uns eine sehr informative Präsentation über Hasskommentare in sozialen Netzwerken und über deren Folgen und Prävention. Bezüglich dazu analysierten wir die bekanntesten Vorurteile gegenüber Flüchtlingen.

Um dem Thema etwas mehr Leben einzuhauchen, bereiteten wir gemeinsam ein Rollenspiel zum Thema „Pro/Contra Flüchtlinge“ vor. Dabei saßen sich beide Parteien an einem Tisch gegenüber und erläuterten ihre Meinung zur aktuellen Situation. Schauplatz war ein fiktives Eiscafé und dementsprechend servierte Christopher Vogel als „Kellner“ auch Kaffee.

Schnell kam es zu einer sehr angeregten Diskussion, in der wirklich keiner- ohne die Meinung zu sagen- einfach dabei saß. Es war sehr unterhaltsam, wenn es auch manchmal einem Wortgefecht glich, in der Widersprüche nicht lange auf sich warten ließen. Dennoch waren die Stellungnahmen der Parteien sehr gut erkennbar. Nachdem dieses Feuerwerk der Argumente abgebrannt wurde, schalteten sich die unbeteiligten „Besucher des Cafés“ ein und stellten ihre Beobachtungen dazu dar. Infolge des folgenden Meinungsaustausches erforschten wir gemeinsam, was man hätte verbessern können und wie eine erfolgreiche und zielführende Debatte zustande kommt.

So verstrich die Zeit relativ schnell und kaum haben wir begonnen, war es auch schon 13 Uhr und Zeit zum Mittagessen. Satt und zufrieden wurde gegen 14:00 Uhr dann weiter im Programm fortgefahren.

Der nächste Konferenzordnungspunkt befasste sich mit einem Antrag „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit entgegentreten“, welcher nach angeregter Diskussion letztendlich einstimmig beschlossen wurde. Aber nicht nur dieser Antrag wurde behandelt, auch die Frage der Fahrtkostenregelung zu DiKo’s wurde diskutiert. Man einigte sich auf ein Modell und schnell konnte man auch hier einen Haken dahinter setzen.
Der letzte Antrag, ebenfalls gestellt durch die Kolpingjugendlichen aus Neustadt, beinhaltete den Wunsch eines zentralen Speicherplatzes für Ortsgruppen, etwa für digitale Dokumente. Dadurch wäre auch der Datenaustausch vereinfacht.

Zu einem späteren Tagesordnungspunkt zählte die Wahl für den eben schon erläuterten DAK. Die Runde schlug sieben Anwesende vor, die sich zur Mitarbeit bereiterklärten. So können wir Johannes Dippel (Neustadt), Rebecca Brähler (Großentaft), Isabell Nophut (Großentaft), Daniel Herrmann (Kirchhain), Maria Veltum (Großentaft), Tobias Bleuel (Weyhers) und Sascha Mohr (Neustadt) zur Wahl in den DAK beglückwünschen.
Bei dieser Gelegenheit wählte man auch Delegierte für die anstehende Diözesanversammlung des BDKJ , nämlich Johannes Dippel, Rebecca Brähler und Isabell Nophut. Als Ersatzdelegierte wurde Maria Veltum gewählt.

Die Konferenz endete mit dem Abschlussgottesdienst, zelebriert durch Jugendpfarrer Thomas Renze. Danach traten die Teilnehmer den Heimweg an und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja wieder.



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