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144-Hohe Rhön Mosbach

Verein Natur- und Lebensraum Rhön begrüßt Wiederbelebung des ehemaligen Gasthauses „Zur hohen Rhön“ in Mosbach durch Privatinvestoren

Die Wiederbelebung des Gasthauses „Zur hohen Rhön“ in Mosbach unter Einbeziehung von Ferienwohnungen und Bettenlagern für Wanderer geschieht mit einer Förderung aus dem „Leader“-Programm der EU. Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) hat die Initiative der ortsansässigen Investorenfamilien Schleicher und Parteder ausdrücklich begrüßt.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Fulda setzen sich die Verantwortlichen um VNLR-Geschäftsführer Martin Kremer und Bruno Günkel, Leiter des Fachdienstes Wirtschaftsförderung, Standortmarketing, Tourismus und ÖPNV der Kreisverwaltung, seit Jahren für die Erhaltung alteingesessener Gasthöfe und Tourismusbetriebe im Landkreis ein. „Wir sehen uns vor den demografischen Wandel auch in Hinblick auf das Gaststättensterben gestellt“, erklärt Martin Kremer. Viele Eigentümer hätten die Sechzig weit überschritten und fänden keine Nachfolger. „Das hat langfristig große Auswirkungen auf den Tourismus in der Rhön“, mahnt der Geschäftsführer. Dass die beiden Ehepaare Martina und Jürgen Schleicher sowie Manuela und Gerhard Parteder in Eigeninitiative das ehemalige Gasthaus „Zur hohen Rhön“ mit einem schlüssigen, behindertengerechten Konzept als Café mit Brotzeitstube, Ferienwohnungen und anderen Unterkunftsangeboten wieder aufbauen und betreiben, sei erfreulich und ein Schritt in die richtige Richtung.

2001 schloss das 1919 eröffnete Gasthaus in Mosbach seine Pforten, nur wenige Jahre später wurde der Pensionsbetrieb eingestellt. Auch hier schien das Schicksal eines traditionsreichen Betriebs mangels Nachfolgeregelung besiegelt zu sein. Erst als sich die ortsansässigen Familien Parteder und Schleicher des Projekts annahmen und das Haus im Januar 2015 erwarben, kam Bewegung in das sanierungsbedürftige Objekt. „Wir wussten schon, dass die Sanierung ein größerer baulicher und finanzieller Kraftakt ist, doch der Charme des Hauses und die Aussicht darauf, hier in Mosbach wieder eine bezahlbare Unterkunft mit Verpflegung für Erholungssuchende, Wanderer und Radfahrer, aber auch Wintersportler anbieten zu können, hat uns bestärkt, das Wagnis anzugehen“, erinnert sich Martina Schleicher. Verzahnt ist das Projekt mit ihrem Reiterhof, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Von hier aus bieten die Schleichers Wanderritte durch die Rhön an, und ihre Gäste müssen zukünftig nicht mehr auf mehrere Unterkünfte in der Region verteilt werden.

„Heidelstein“, „Simmelsberg“ oder „Schwedenwall“ heißen die Ferienwohnungen, die zwischen 30 und 78 Quadratmeter groß sind und Platz für zwei bis sieben Personen bieten. Den Blick auf die jeweils dazugehörigen Berge und Erhebungen gibt es gratis dazu. Einzigartig ist die Ferienwohnung „Wasserkuppe“, von deren Dachterrasse die Gäste einen wunderbaren Blick auf Hessens höchsten Berg genießen können. Auch die Einrichtung wirkt gemütlich. „Wir haben Altes mit Neuem kombiniert. Alte Balken oder Türen wurden saniert und sind als Gestaltungselemente in die Einrichtung mit eingeflossen“, erklärt Manuela Parteder, deren Ehemann Gerhard aus Österreich stammt und für den Holz als Baustoff ein Garant für heimelige Atmosphäre ist. So wird auch im künftigen Café mit Brotzeitstube viel Holz verbaut.Ostern wollen die Betreiberfamilien die Tore öffnen, bis dahin gibt es allerdings noch jede Menge zu tun. Die beiden Bettenlager mit 10 beziehungsweise 20 Plätzen für Kurzzeitgäste müssen noch fertiggestellt werden, ebenso wie die beiden behindertengerechten Ferienwohnungen.

Foto: Vom Balkon der Ferienwohnung mit Blick auf den Schwedenwall genießen die Betreiberfamilien den tollen Ausblick. Von rechts: Martina Schleicher, Lars Schleicher, Leonie, Nadine und Manuela Parteder sowie Nico Schleicher. Es fehlen Gerhard Parteder und Jürgen Schleicher.



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