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Neuer Vorstand von links - Kerstin Karkowski, Jürgen Niemann, Alja Epp Naliwaiko, Markus Hofmann, Ralf Zwengel

Neuer Vorstand bei den Fuldaer Grünen

jpg; Praktikantin Loreen Hess, Kassierer Andreas Hoffmann, Vorstandssprecher Ralf ZwengelIn der letzten Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen stand die Wahl eines neuen Vorstands auf der Tagesordnung.

Als Vorstandssprecher wurde Ralf Zwengel (Fulda) in seinem Amt bestätigt, neue Kassiererin wurde Alja Epp-Naliwaiko (Fulda). Als Beisitzerinnen und Beisitzer wurden Christa Krippner (Eichenzell), Kerstin Karkowski (Fulda), Jürgen Niemann (Gersfeld) und Markus Hofmann (Flieden) gewählt. (s. Foto).

Ralf Zwengel betonte  in seiner Rede das fruchtbare Arbeitsklima im Vorstand der letzten beiden Jahre und dass er deshalb gerne wieder zur Wahl antrete. Er gab einen Rückblick über die geleistete Arbeit, die Bürgermeisterwahl 2015, bei der er kandidiert hatte, und würdigte die Fortschritte Fuldas als soziale und lebenswerte Stadt. Erfreulich sei auch, dass es wieder eine Gruppe der Grünen Jugend in Fulda gebe, die sich im Kommunalwahlkampf sehr engagiert habe.
Bei den Kommunalwahl hätten die Grünen mit vielen Diskussionsveranstaltungen und prominenten Unterstützern wie Omid Nouripour (MdB) und Mürvet Öztürk (MdL) einen guten Wahlkampf geführt. Trotz Kandidatur der AfD und trotz vieler Stimmen gegen Windkraft, für die die Grünen sich im Rahmen der Energiewende einsetzen, haben die Grünen in Stadt und Kreis sehr gute Wahlergebnis erzielt und liegen in Fulda sogar über dem Grünen Landesdurchschnitt. Dies bestätige die erfolgreiche Arbeit der Grünen vor Ort in Stadt und Kreis, so Zwengel.
Nach der Wahl des Vorstandes wurde lebhaft über die Kommunalwahl diskutiert. Gast der Versammlung war Hildegard Förster-Heldmann vom Landesvorstand der Hessischen Grünen aus Darmstadt, die die Kommunalwahl und die Erfolge der AfD aus Landessicht beleuchtete und über mögliche Koalitionen als Grundlage für politische Einflussnahme sprach.

Hinsichtlich der Afd betonte Förster-Heldmann, dass gegen radikale Aussagen und Angriffe auf unsere Mitmenschen und die Flüchtlinge angegangen werden müsse: „Hier haben wir etwas zu verteidigen!“ Sie würdigte die ehrenamtliche Arbeit, die von vielen Menschen gerade auch außerhalb der Politik geleistet wird. In die nun stattfindenden Vorgesprächen zu Koalitionen müsse neutral eingestiegen werden; sie plädierte dafür, zu schauen, was möglich und umsetzbar sei.

Die folgende Diskussion drehte sich nicht nur um das unerwartet hohe Abschneiden der Afd, sondern auch das der Republikaner in der Stadt. Es wurde mit Bedauern festgestellt, dass die Grünen im Kreis wohl vor allem wegen der Windkraft frühere Wähler bei den Naturschützern verloren haben, aber auch wegen der Schwarz-Grünen Koalition im Hessen, die von manchen Grünen nicht gut geheißen werde. So seien einige Mitglieder nicht mit den Landesentscheidungen bezüglich der Abwasserentsorgung von Kali & Salz einverstanden. Um ein Stadt-Land-Gefälle zu vermeiden, sei mehr Grüne Präsenz im Kreis nötig, damit es bei der nächsten Wahl auch dort wieder mehr Gemeindelisten gebe.

Der neue Vorstand wird auf einer Klausurtagung den Wahlerfolg von AfD und Republikanern genauer analysieren und Schlussfolgerungen für das Grüne  Profil und die Vorstandsarbeit ziehen. Ralf Zwengel: „Wir wollen aktiv gegen die Bedrohung unserer Demokratie und Freiheit vorgehen, die der Wahlerfolg von AfD und Republikanern darstellt. Ein Schwerpunkt unserer kommenden Arbeit wird sein, bei den Fragen und Problemen Verbesserungen zu erzielen, die viele Menschen in die Arme dieser Parteien getrieben haben – Parteien, die keine Lösungen für die Probleme unserer Zeit anzubieten hat. Diese können wir nur gemeinsam und nicht gegeneinander lösen, erst recht nicht auf Kosten von schutzbedürftigen Menschen.“



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