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Fuldas Schwimmbäder: Linke Fraktion kritisiert Eintrittspreiserhöhung

Die Linke.Offene Liste / Menschen für Fulda kritisiert die Erhöhung der Eintrittspreise für die drei Schwimmbäder Stadtbad Esperanto, Sportbad Ziehers und Freibad Rosenau wie sie zwei Tage vor der Umsetzung in den Medien veröffentlicht wurde.

Die Erhöhung zum 1.1. 2017 im Einzelnen:

Die Einzelkarte wird von 3,60 € auf 4 € erhöht, die ermäßigte Karte (Kinder, Jugendliche, Studierende…) kostet seit Jahresbeginn 2,50 € (bisher 2,40), Gruppen müssen 2,50 € pro Person zahlen (bisher 1,80 €). Die 10er Karte wurde ganz gestrichen, das 20er-Ticket für die beiden Hallenbäder wurde von 54 € auf 68 € für Erwachsene und von 36 € auf 40 € bei den ermäßigten Tickets angehoben. Auch die Saisonkarten für das Rosenbad wurden teurer: Erwachsene müssen nun 70 € zahlen, (bisher 60 €), die ermäßigten Karten kosten 33 € (bisher 30 €), die Familienkarte kostet nunmehr 90 € (bisher 84 €).

“Begründet wird u.a. damit, dass die Eintrittspreise seit 2010 nicht mehr erhöht wurden. Unerwähnt blieb, dass im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2010 die Tickets nicht nur um satte 20% erhöht, sondern gleichzeitig auch die Öffnungszeiten massiv reduziert wurden – um Personal einzusparen. Erwähnt wurde auch nicht, dass sich die Haushaltslage seitdem erfreulich verbessert hat“, erklärt Dr.-Ing. Naim Wardak verärgert. Er vertritt seine Fraktion im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport. „Zudem wurde unser Ausschuss über die Erhöhung nicht einmal informiert, obwohl diese Auswirkungen auf die Haushaltsansätze hat. Auch im Rahmen der Diskussion unseres Haushaltsantrages, die Öffnungszeiten des Rosenbades wieder auf den Stand von 2010 zu bringen – von 9 bis 20 Uhr -, hat Bürgermeister Dag Wehner kein Wort über den Beschluss von Magistrat und Bäder Betriebs GmbH verloren.”

Sozialausschuss-Vertreterin Dajana Andre geht auf die soziale Dimension der Schwimmbäder ein: „Die geplante Erhöhung ist insbesondere im Kontext der geringen Steigerung der Sozialleistungen und des Kindergeldzuschlags sozial ungerecht. Schwimmen ist eine der gesündesten Arten, sich zu bewegen, den Körper zu kräftigen – und zwar sowohl für Alt und Jung, als auch für Frauen und Männer. Insbesondere das Freibad ist für viele ein Ersatz für Garten, Balkon oder Urlaubsreise. Das Rosenbad ist eine Stätte zur Förderung sozialer Kontakte und Bindungen, ein Ort der Begegnung für alle, auch für Bevölkerungsgruppen, die mit wenig Geld den Lebensunterhalt für sich und ihr Kinder bestreiten müssen – und das muss auch so bleiben. Frau Andre fasst abschließend zusammen: „Ganz wichtig ist uns, dass niemand aus finanziellen Gründen vom Schwimmbadbesuch ausgeschlossen wird. Unsere Bäder müssen für alle bezahlbar sein und nutzbar bleiben.“



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