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essische Gesundheitsspiele in Melsungen – Mit Zumba, Drachen und ganz viel Spaß

Rund 900 Schülerinnen und Schüler, zwei vorlaute Drachen und ein tapsiger
Löwe tummelten sich gestern auf dem Gelände der Gesamtschule Melsungen.
Grund waren die 6. Hessischen Gesundheitsspiele, die vom Hessischen Kultusministerium
mit Unterstützung des Staatlichen Schulamts für den Schwalm-Eder-Kreis in
Kooperation mit der AOK Hessen und der MT Melsungen veranstaltet wurden.
Die Hessischen Gesundheitsspiele, die 2012 in Wetzlar ihre Premiere feierten, sind eine
schülergerechte Veranstaltung rund um das Thema Gesundheit mit freier und angeleiteter
Bewegung, attraktiven Sportangeboten sowie spannenden Vorträgen mit Wissenswertem
über Körper, Ernährung und Gesundheit. Für die sportliche Expertise sorgten rund zehn
Trainer der MT Melsungen, die verschiedene Workshops für die Schülerinnen und Schüler
aus Melsungen und Umgebung anboten. Wer auf Zumba oder Judo steht, kam dabei ebenso
auf seine Kosten wie Anhänger der Trendsportart Rope Skipping. Hier war es gar ein Ausnahmekönner,
der sein Wissen weiter gab: Eric Seeger aus Spangenberg gewann 2016 den
Titel in Schweden und darf sich seither Weltmeister nennen. Ehrensache für einen der erfolgreichsten
deutschen Handballvereine, dass auch ein Workshop rund um diesen beliebten
Volkssport nicht fehlen durfte. Für das Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der MT
Melsungen, Claus Schiffner, sind die Hessischen Gesundheitsspiele ein echter Hit: „Wir haben
sofort zugesagt, als die Anfrage kam. Kinder und Jugendliche auf spielerische Art und
ohne jeden Anflug von Zeigefinger für Bewegung zu begeistern – das ist genau der richtige
Ansatz. Wir unterstützen das Projekt sehr gerne.“
Attraktives Programm
Neben den Workshops gab es noch jede Menge weiterer Möglichkeiten für die Kids, sich
auszutoben oder ihr Wissen zu erweitern. Die AOK Hessen, Hauptunterstützerin der Hessischen
Gesundheitsspiele, bot mit WheelUp die Möglichkeit, sich unter fachlicher Anleitung
an Inline Skates, Scooter oder Wakeboards heranzutasten. Eine Gesundheitsmesse, Unterrichtseinheiten
zur gesunden Ernährung sowie ein Bewegungsparcours rundeten das intensive
Programm ab.

Aber warum ist es so wichtig, dass sich Kinder – auch und gerade im schulischen Alltag – viel
bewegen? Für Wulf-Michael Kuntze, Abteilungsleiter im Hessischen Kultusministerium, liegt
die Antwort auf der Hand: „Vieles, was Lehrerinnen und Lehrer manchmal an Schülerinnen
und Schülern auffällt, ist direkt oder indirekt die Folge von mangelnder Bewegung im Schulalltag
und in der Freizeit: Unkonzentriertheit, Unruhe oder auch fehlende Aufmerksamkeit.
Weil vor allem Kinder einen natürlichen Drang nach Bewegung haben, kann eine Schule, in
der man viel sitzt, Lernen auch verhindern. Umgekehrt gilt: Eine Schule, die das Bedürfnis
nach Bewegung angemessen berücksichtigt, ist nicht nur schülergerechter, sondern wird
auch bessere Lernergebnisse erzielen.“ Genau für diesen Sachverhalt möchten die Hessischen
Gesundheitsspiele sensibilisieren und Lehrkräfte sowie Schulen dazu motivieren, immer
wieder Elemente zur Gesundheitsförderung ins Schulleben zu integrieren. Aus diesem
Grund gab es am Vortag eine knapp achtstündige Weiterbildung an der Geschwister-Scholl-
Schule, an der Lehrkräfte aus ganz Hessen teilnahmen, sowie eine Elterninformationsveranstaltung.
Für den Schulleiter der Gesamtschule Melsungen, Dr. Matthias Bohn, ist das eine
runde Sache: „Die Gesundheitsspiele sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass die Vermittlung
von Lebensfreude, Leistungsbereitschaft und Lernen in der Schule keine Gegensätze
sein müssen. So bekommen wir alle in ein Boot: Die Schülerinnen und Schüler, aber auch
Eltern und Lehrkräfte.“

AOK und Ministerium kooperieren
Getragen wird die Veranstaltung seit 2012 vom ehrenamtlichen Engagement der Kooperationspartner
aus dem regionalen Gesundheitsnetzwerk, dem Hessischen Kultusministerium,
den Staatlichen Schulämtern und vor allem den beteiligten Vereinen, die nicht nur ihre sportlichen
Einrichtungen, sondern auch ihre Übungsleiter in die Gesundheitsspiele einbringen.
Die AOK Hessen trägt als Förderer der Spiele mit ihrem Know-How und ihren Angeboten
zum Gelingen der Gesamtveranstaltung bei. Als größte Krankenkasse im Land versichert die
AOK 1,6 Millionen Menschen, darunter über 200.000 Kinder und Jugendliche. „Dass damit
auch eine große Verantwortung einhergeht, versteht sich von selbst“, sagte der stellvertretende
Vorstandsvorsitzende, Dr. Michael Karner: „Diese Verantwortung nehmen wir im
Rahmen unserer Initiative ‚Gesunde Kinder – gesunde Zukunft‘ sehr ernst. Die Hessischen
Gesundheitsspiele sind eine tolle Möglichkeit, um Kinder auf spielerische Weise an das
Thema Bewegung heranzuführen. Ohne Druck, ohne Belehrung – das finden wir gut und
deshalb stehen wir voll hinter dem Konzept“, so Karner. Viel Spaß an den Hessischen
Gesundheitsspielen hatte übrigens auch die lokale Fauna: Mit Henner, dem knallroten MTMaskottchen
und dem grünen Jolinchen von der AOK Hessen waren die Drachen hier allerdings
in der Mehrzahl. Der Hessen-Löwe, das Maskottchen des Kultusministeriums, gesellte
sich dagegen ohne Artgenossen dazu.



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