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Pädagogischer Anspruch der Kindertagesstätte Wiesengrund Engelhelms hat unterschiedliche Facetten

Als Kindergarten und Hort betreut die Kindertagesstätte Engelhelms insgesamt 70 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren. Der Altersunterschied stellt jedoch weder für die Kinder noch für die Erzieherinnen ein Problem dar. Vielmehr profitieren beide Seiten von der bunten Mischung: „Es ist toll mitanzusehen, wie sehr die älteren Kinder für die jüngeren Kinder Verantwortung übernehmen und sie im Alltag unterstützen“, berichtet Désirée Rieger, Leiterin der Kindertagesstätte.

Begleiten – ein Wort, das viele Bedeutungen haben kann. Für die Kindertagesstätte Wiesengrund in Engelhelms wird ebendieses Wort mit all seinen Facetten zum Leitspruch für die tägliche Arbeit. „Im Vordergrund unserer Tätigkeit steht das Kind. Dieses möchten wir in der individuellen Entwicklung unterstützen, es für die eigenen Bedürfnisse und Stärken sensibilisieren und damit einen Grundstock für das weitere Leben aufbauen“, fasst Rieger den pädagogischen Ansatz der Kindertagesstätte zusammen.

So kann begleiten zum einen „verbunden sein“ bedeuten: Einige Kinder verlassen die Kindertagesstätte nicht nach den regulären drei Jahren Kindergarten, sondern besuchen auch als Schulkinder nachmittags noch regelmäßig die altersübergreifende Hortgruppe. Kein Wunder also, dass die Kinder und Erzieherinnen eine intensive Beziehung zueinander entwickeln. „Manche Kinder sehen wir bis zu acht Jahre lang fast jeden Tag. Wir erleben ihre ersten Erfolge als Kindergartenkinder, ihr Heranwachsen, ihre Einschulung, ihre ersten Schuljahre“, erzählt Rieger, für die vor allem der Gedanke des Begleitens in der pädagogischen Arbeit eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig achten die Erzieherinnen auch auf den Verbund mit den Eltern und der Dorfgemeinschaft: „Feste feiern wir hier alle zusammen – ob Kindergarten, Seniorennachmittag oder Eltern-Kind-Aktion.“ Dementsprechend organisiert die Kindertagesstätte verschiedene Aktionen, trägt mit kreativen Darbietungen zum Beispiel zur alljährlichen Fastnachtsfeier in Engelhelms bei oder stärkt die Eltern-Kind-Beziehung in extra dafür vorgesehenen Angeboten.

Neben dem Gedanken des Verbundes kann begleiten jedoch auch „sich auf jemanden einlassen“ meinen. Dieser Aspekt des Wortes ist der Grundstein für die erfolgreiche Arbeit der Erzieherinnen, die in den insgesamt drei Gruppen auch zwei integrative Kinder betreuen. Denn so wie jedes Kind einzigartig ist, bringt es auch eigene Bedürfnisse und Schwächen mit. „Gemeinsam mit dem Kind setzen wir uns mit den individuellen Problemstellungen auseinander und bestärken es in der Überwindung seiner Schwächen“, berichtet Rieger. Dazu gehört auch, dass die Kinder sich aufeinander einlassen: „Wir schreiben das Miteinander groß. Das bedeutet auch, dass die Kinder sich mit ihren Mitmenschen auseinandersetzen und ihnen respektvoll begegnen – ob mit oder ohne Handicap.“

Schließlich steht begleiten auch für „unterstützen“. Als tägliche Begegnungsstätte übernimmt eine Kindertagesstätte eine wichtige Funktion in der Entwicklung des Kindes. Dieser Aufgabe ist sich die Kindertagesstätte Engelhelms vollends bewusst. Daher liegt das Augenmerk der Erzieherinnen vor allem in der Befähigung der Kinder. „Mit unserer Arbeit möchten wir die Kinder vor allem darin unterstützen, einen eigenen Weg einzuschlagen. Und das stets in der Gewissheit, dass sie auf diesem Weg nicht allein sind und sich und ihre Umgebung dabei ausprobieren dürfen.“ Diese Gemeinschaft, dieses Gefühl des Aufgehobenseins, nehmen die Kinder auch über die zeitlichen Grenzen des Kindergartenalltags hinaus mit.



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