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Studentische Projektgruppe der Hochschule Fulda setzt Gemeinschaftsunterkunft Michaelshof in Szene

„Gesundheit in Szene setzen“ war das Thema einer Veranstaltung in der Gemeinschaftsunterkunft Michaelshof in Unterbernhards statt. 15 Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheitsförderung der Hochschule Fulda wollten zusammen mit ihrer Projektleitung herausfinden, wie sich Theater als Forum zum
interkulturellen Austausch und zur gesundheitsfördernden Einbeziehung von Geflüchteten eignet und umsetzen lässt. Das Potenzial von Theater für die Gesundheitsförderung ist wissenschaftlich bislang wenig fundiert, weshalb sich dieses Feld für die Forschung anbietet.

Das DRK Fulda und die Grümel gGmbH unterstützten die Durchführung als Projektpartner insbesondere in Sachen Organisation und Transport. „Die abgeschiedene Lage des Michaelshofs ist für Integrationszwecke herausfordernd. Deshalb ist es wichtig, Projekte dieser Art gerade hier zu verorten“, sagt Annika Salzmann, Mitarbeiterin des Fachbereichs Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda und Projektleiterin.

In den vergangenen drei Monaten war die Projektgruppe jeden Mittwochnachmittag auf den Michaelshof gekommen, um mit Bewohnern des Michaelshofs kreativ zu werden. Dank hilfreicher Tipps der Theaterpädagogin Jessica Stukenberg vom Freien Theater Fulda kam man trotz der einen oder anderen Sprachbarriere schnell in Fahrt.

So konnten bei der Abschlussveranstaltung einige der im Projektverlauf erarbeiteten, aber auch spontan improvisierte Szenen collageartig aufgeführt werden. Im Fokus der Darstellung standen Themen, die den Alltag der Geflüchteten bestimmen und
Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Ein inszeniertes Telefongespräch, welches die Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche verdeutlichte, oder die Darbietung eines im Alkoholrausch mit sich selbst hadernden Asylbewerbers, hin- und hergerissen von dem
Schmerz durch den Verlust naher Angehöriger einerseits und der Hoffnung auf ein gutes Leben in Deutschland andererseits, boten dem bunten Publikum viel Raum für Interpretation und Mitgefühl.

Abgerundet wurde der Nachmittag durch eine Präsentation von Bild- und Videomaterial aus dem Projekt, ein internationales Buffet und Tanz bis in die späten Abendstunden hinein. Die Studierenden beschäftigen sich in der Folge mit der Frage, wie sich ein
Laientheaterprojekt mit Zuwanderern zu einer nachhaltigen Initiative auf kommunaler Ebene im Landkreis Fulda etablieren lässt. Sie sind dabei so optimistisch wie unsere Kanzlerin:
„ Inklusion und Gesundheitsförderung durch Theater? Wir schaffen das!“



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