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Doppelte Auszeichnung für die Marienschule

Im Rahmen der Tagung „Neue Wege im Unterricht – Zukunftstechnologien und Ressourceneffizienz“ des Zentrums für Chemie im Senckenbergmuseum in Frankfurt am Main wurde die Marienschule Fulda für ihr MINT- und Digitalisierungskonzept, das vor gut einem Schuljahr implementiert wurde, von der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ doppelt ausgezeichnet.

Dabei erhielt die Marienschule für die Schwerpunktsetzung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik als eine von 35 Schulen in Hessen das Prädikat als „MINT-freundliche Schule“ und wurde gleichermaßen wegen des kürzlich umgesetzten Digitalisierungskonzepts als eine von sieben Schulen als „MINT-freundliche Schule | Digitale Schule“ prämiert. Das Signet der „Digitalen Schule“ wurde dabei in Hessen zum ersten Mal vergeben, allerdings erhielt die Marienschule diese Auszeichnung bereits bei einer bundesweiten Ausschreibung im Juni 2017 als nur eine von zwölf Schulen in ganz Deutschland. Neben der Marienschule wurde hessenweit nur eine weitere Schule zweifach ausgezeichnet.

Seit dem vergangenen Schuljahr setzt die Marienschule im Bereich der Digitalisierung dabei auf den Ansatz „Bring your own device“, der den verstärkten Einsatz der eigenen technischen Geräte der Schülerinnen im Unterricht vorsieht. Dafür wurden erhebliche konzeptionelle und technische Anstrengungen unternommen, um die Schule auf dem Weg zur Digitalisierung voranzubringen. Peter Bach, Fachbereichsleiter für die naturwissenschaftlichen Fächer an der Marienschule und Projektleiter, unterstreicht hierbei die Notwendigkeit der Digitalisierung, die auch und vor allem in den Schulen konzeptionell und aus pädagogisch-didaktischer Perspektive Berücksichtigung finden muss: „Die Lebenswelt unserer Schülerinnen ist seit einiger Zeit eine digitalisierte Welt; die Digitalisierung ist eines der drängendsten Problemfelder im Bildungsbereich. Das Medienkonzept der Marienschule berücksichtigt diese Entwicklung, stellt dabei aber nicht die Technik als solche in den Mittelpunkt; zentral ist vielmehr die Frage nach dem medienpädagogischen Zweck und dem sinnvollen Einsatz der Technik. Die digitale Lebenswelt unserer Schülerinnen und die digitale Lernumgebung in der Schule ergänzen sich und bilden in unserem Konzept eine Einheit.“

Thomas Michel, Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik, merkt zu diesem Thema an: „Es gilt die digitale Mündigkeit und Souveränität von Schülerinnen und Schüler zu stärken, sie auf die digitalisierte Welt vorzubereiten, insbesondere durch das Lernen über digitale Medien und Technologien und informatische Grundbildung.“

Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Schulleiter Dr. Oswald Post weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der MINT-Fächer und die Herausforderungen der Digitalisierung im Bildungsbereich hin, denen sich die Marienschule konsequent stellt und für die sie insbesondere als Mädchenschule adäquate Bildungskonzepte implementiert hat, welche nun zweifach ausgezeichnet wurden: „Besonders im MINT-Bereich steht eine Förderung junger Frauen im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit an der Marienschule. Dabei können die digitalen Medien, mit deren Gebrauch und Verwendung unsere Schülerinnen sehr vertraut sind, eine Schlüsselrolle einnehmen, um sich den MINT-Bereich besser erschließen zu können.“

Die besonderen Chancen und Aufgaben, die mit der Digitalisierung einhergehen, erfordern gerade in den Schulen eine konzeptionell solide und eine alle Fachbereiche umfassende Gestaltung des Unterrichts. Ziel ist dabei die Schülerinnen für einen bewussten, selbstständigen und sinnvollen Umgang mit der Technik kompetent zu machen. „Unser zentrales Anliegen ist es, die Schülerinnen auf die Anforderungen der digitalen Welt vorzubereiten. Dabei bestätigt die Auszeichnung als ‚Digitale Schule‘ unseren Weg, den wir auch in den kommenden Jahren weiterhin gehen und ausbauen werden.“, unterstreicht Schulleiter Dr. Post.



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