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Freiwilligendienste sind angesagt

In seiner langjährigen Erfahrung hat der BDKJ Fulda als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Bistum Fulda, und seit 2011 in Kooperation mit dem Caritasverband für die Diözese Fulda als Träger des Bundesfreiwilligendienstes (BFD), die Freiwilligendienste mitgestaltet und weiterentwickelt. Die stetig steigende Zahl an Freiwilligen zeigt, dass Freiwilligendienste kein „Auslaufmodell“ sind, sondern gefragter denn je.

Ein Freiwilligendienst ist ein in freiwilliger Selbstverpflichtung eingegangener Dienst für die Gesellschaft, welcher Solidarität lebendig gestaltet. Freiwillige übernehmen durch ihr Engagement Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben.

Ein Freiwilligendienst bietet die Möglichkeit wichtige soziale Kompetenzen zu erwerben und sich persönlich und beruflich zu orientieren. Neben der praktischen Tätigkeit in den Einsatzstellen werden die Freiwilligen von den Referentinnen pädagogisch begleitet. Die insgesamt fünf Seminarwochen verleihen dem Freiwilligendienst einen besonderen Bildungscharakter.

Die Basis, um Bildung im Freiwilligendienst zu ermöglichen, ist ein Bildungsansatz, der auf Partizipation beruht und sich an den Interessen und Bedürfnissen der Freiwilligen orientiert.

Im August/September 2017 starteten 130 Freiwillige ihren Freiwilligendienst im Bistum Fulda.
Die Bandbreite der Einsatzfelder im Freiwilligendienst reicht dabei von Krippen und Kindertagesstätten über Schulen, Bildungsstätten und Jugendhilfeeinrichtungen bis zu Seniorenheimen, Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen und Pfarrgemeinden.

Jonas Bericht

„Meinen Bundesfreiwilligendienst absolviere ich bei der Caritas in einer Tagesbetreuung für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung.

Ich habe mich auf einen Freiwilligendienst beworben, da ich Zweifel hatte, welcher Beruf wirklich zu mir passt. Mein Arbeitscoach in der Schule, hat mir daraufhin vorgeschlagen, doch erstmal einen Freiwilligendienst zu machen, um auszuprobieren, ob denn nicht vielleicht die soziale Richtung zu mir passen würde. Da auch mein Bruder einen Freiwilligendienst absolvierte und dies mir auch empfohlen hat, habe ich mich darüber informiert. Ich habe mich dazu entschieden, weil mir der Freiwilligendienst die Möglichkeit bietet, zu lernen mit besonderen Situationen umzugehen, unheimlich viel fürs Leben mitzunehmen und dadurch menschlich zu reifen.

Meine Hauptaufgaben sind die Betreuung und Pflege, das heißt beispielsweise ich belege Brote, spiele mit den Menschen, die betreut werden, lese die Zeitung vor und unterstütze bei Toilettengängen. Außerdem gehe ich mit den Menschen spazieren, helfe beim Einkaufen und begleite die Gruppe auf Ausflügen. Oft gehen wir in Cafés, trinken dort Kaffee und essen Kuchen, letztens aber machten wir zum Beispiel einen Ausflug zum Früchteteppich in Eichenzell.
Es macht mir sehr viel Spaß, weil ich die Chance bekomme, die Leute näher kennen zu lernen. Sie schenken mir ein Vertrauen, dass ich gar nicht beschreiben kann. Am Anfang wollte sich eine der zu Betreuenden gar nicht von mir helfen lassen, jetzt fragt sie täglich nach mir. Es macht mir Spaß, den Menschen helfen zu können, am Leben teilzuhaben, besonders, wenn ich dafür ein strahlendes Lächeln von ihnen erhalte.

Die Bildungsseminare machen mir viel Spaß und unterstützen im Großen, das, was ich mit dem Begriff „reifen“ verbinde.
Auf den Seminaren kann man viel lernen. Vor allem kommen teilweise auch Themen auf den Tisch, die man so im Alltag nicht behandelt oder freiwillig behandeln würde.

Des Weiteren kann man sich natürlich jeder Zeit beim Seminar beteiligen und z.B. einen Abendimpuls oder Morgenimpuls gestalten. Außerdem kann man sich während jeder Gruppenarbeit in der Gruppe mit einbringen und die Arbeit in der Gruppe so vorantreiben.

Ein ganz wichtiger Aspekt für die Seminare sind für mich die anderen Seminarteilnehmer*innen. Es ist schön mal raus zu kommen und mal komplett fremde Menschen kennen zu lernen.

Am Anfang hatte ich meine Zweifel, ob mir der Freiwilligendienst wirklich Spaß machen würde. An den zwei Tagen, an denen ich in der Tagesbetreuung hospitiert habe, schien es mir, als ginge alles drunter und drüber und sei sehr chaotisch. Dadurch war ich erstmal sehr skeptisch. Meine Sicht darauf hat sich jedoch um 180 Grad gedreht. Morgens fällt es mir nicht mehr schwer früh aufzustehen und an die Arbeit zu gehen, da ich mich so sehr auf die Tagesbetreuung freue.“
Wer sich für einen Freiwilligendienst interessiert, kann sich gerne bewerben. Der nächste Einstiegstermin ist im Frühjahr 2018. Mehr Infos gibt es unter www.freiwilligendienste-bistum-fulda.de.



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