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Katholikenrat zu neuen Pfarreistrukturen

Mit einem Bericht aus Vorstand und Arbeitsgruppen startete die Vollversammlung des Katholikenrates am vergangenen Freitagabend. Immer wieder standen dabei die Entwicklung des Bistums und die Erneuerung der Pastoral im Vordergrund. Anerkennend äußerte sich Katholikenratsvorsitzender Steffen Flicker über die Einbindung von Katholikenratsmitgliedern in die Beratungen zur Umsetzung der Strategischen Ziele im Bistum. „Es ist gut, dass in der Umsetzungsphase der Strategieziele die Räte einbezogen sind“, unterstrich Steffen Flicker, Vorsitzender des Katholikenrates im Bistum Fulda.
In einem Impuls sprach Domkapitular Christof Steinert zum Thema „XXL Pfarreien – Allheilmittel für die Zukunft der Pastoral?“ Er wies darauf hin, dass die Pfarrei nach Papst Franziskus keine starre Struktur sondern „vielfältig formbar und auf die jeweilige kirchliche Situation anzupassen ist“. Dafür brauche es von allen ehren- und hauptamtlichen Aktiven „innere Beweglichkeit“ und „missionarische Kreativität“, so Domkapitular Christof Steinert.
Die Pfarreien, die im Rahmen der strategischen Beschlüsse neu errichtet würden, sorgten für eine Unterbrechung der bisherigen pastoralen Praxis. Die Strukturziele regten deshalb auch einen Wechsel der Perspektive von kleinen räumlichen Pfarreien zu weiten pastoralen Räumen an. Mehr als bisher soll es in großen Räumen möglich sein, die kirchlichen Dienste und Angebote vom einzelnen her zu denken und zu gestalten. Der Respekt vor der einzelnen Person, die Offenheit für Unerwartetes und ein Blick für konkrete Nöte sollen das kirchliche Handeln prägen. Mit dem Mut zu einer anderen Pfarrei sei auch die Zuversicht verbunden, dass Gottes Geist im Leben vieler Menschen längst am Werk ist und ihnen Charismen schenkt.
Es gehe in den Pfarreien der Zukunft nicht um Zentralisierung sondern darum, einen verlässlichen Rahmen für die Seelsorge zu schaffen. „Jede Pfarrei ist und wird ein Netzwerk von kirchlichen Orten, Angeboten und Gruppen. Damit werden Rahmenbedingungen für individuelle und lokale Lösungen am jeweiligen Ort geschaffen“, so Steinert. Insofern schafften die neuen Pfarreien Verlässlichkeit zu schaffen und neue Perspektiven für die Pastoral.

Am Freitagabend beschlossen die Delegierten des Katholikenrates, sich weiterhin im ökumenischen Dialog zu engagieren und die mittlerweile traditionelle ökumenische Wallfahrt zum Gebetsort für die Einheit der Christen nach Retzbach auch in den nächsten Jahren durchzuführen.



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