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Clevere Wege zu mehr Energie-Effizienz – Neue Runde der „Energie-Scouts“ von IHK und RhönEnergie Fulda

Bereits zum dritten Mal führten die IHK Fulda und die RhönEnergie Fulda partnerschaftlich die Aktion „Energie Scouts“ durch. Wie in den Vorjahren gingen junge Teams von Fuldaer Unternehmen und Einrichtungen mit konkreten Ideen an den Start. Eine Fachjury wählte aus den vorgestellten Projekten drei Teams aus, die im Sommer dieses Jahres bei einer Veranstaltung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin mit ihren Vorschlägen auf Bundesebene ins Rennen gehen.

Im Kontext der Energiewende ist Energie-Effizienz ein Gebot der Stunde. Die Idee, bei der Suche nach Effizienz-Potenzialen Azubis als „Energie-Scouts“ einzusetzen, geht auf das Netzwerk der Industrie- und Handelskammern zurück. Nahezu überall, wo Energie gebraucht wird, lassen sich Einsparungen erzielen. Bundesweit laufen in vielen Kammerbezirken entsprechende Programme. Umweltpädagogisches Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sensibilisieren: Wo wird im eigenen Ausbildungsbetrieb Energie verbraucht? Was kann man tun, um den Verbrauch zu senken und warum ist das sinnvoll?

Enge Kooperation von IHK und RhönEnergie Fulda
Partner der IHK Fulda bei der regionalen Umsetzung des Programms ist die RhönEnergie Fulda. In deren Infozentrum in der Frankfurter Straße präsentierten jetzt die Teilnehmer ihre Projekte. In seiner motivierenden Begrüßung dankte Martin Heun als Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda den Azubis, ihren Ausbildern sowie den Organisatoren für ihr Engagement: „Als Experten für Energie ist es uns ein Anliegen, Wege aufzuzeigen, wie sich Energie sparsam einsetzen lässt. Hier haben wir als Energieversorger eine Vorbildfunktion. Die Aktion Energie-Scouts zielt da genau in die richtige Richtung: Die Scouts suchen in ihren Betrieben und Einrichtungen nach Wegen, Energie noch wirkungsvoller – nachhaltig – einzusetzen. Das ist gut für die Umwelt und das Klima und spart bares Geld.“
Die Spannbreite der Themen, mit denen sich die zehn Teams beschäftigten, reicht von der LED-Beleuchtung über Trocknungsanlagen und Luftschleier-Anlagen bis zur Kälte- und Klimatechnik. Dabei ging es um Einsparungen von Strom, Wärme, Wasser und Kohlenstaub.
Erfreut über das erneut hohe Niveau der Beiträge äußert sich IHK-Projektbeauftragter Armin Gerbeth. Völlig unabhängig von der Jury-Entscheidung seien alle Teams Gewinner, denn alle Teilnehmer hätten bei ihrer Projektarbeit dazugelernt: „Damit sind die Energie-Scouts in ihren Betrieben Botschafter für Energie-Effizienz und motivieren vielleicht auch andere Kollegen sich mit dem Thema zu beschäftigen.“
Würden alle diesjährigen von den Energie-Scouts vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt, ließen sich insgesamt rund 443 Tonnen CO2, 611.000 Kilowattstunden Energie und 8.600 Kubikmeter Frischwasser einsparen.

Drei Sieger-Teams
Nach eingehender Beratung präsentierte die Fachjury folgende drei Gewinner:
Das Team der FCN GmbH & Co. KG führte eine komplexe Untersuchung für einen Arbeitsbereich durch, in dem abgetragener Asphalt weiterverarbeitet wird. Die Fragestellung war, ob es sich lohnt das gelagerte Fräsmaterial unter einem Dach vor Witterungseinflüssen zu schützen, um Trocknungskosten zu vermeiden. Es galt also die Baukosten gegen die Energiekosten aufzurechnen. (Ergebnis: Es lohnt sich für FCN nicht, da die Amortisationszeit der Investition über 70 Jahre betragen würden.)
Bereits in 77 Tagen hat sich eine Maßnahme des Teams Milupa gerechnet und zwar durch eine erhebliche Frischwasser-Einsparung an der Hocherhitzungsanlage. Hier wurde auf ein geschlossenes Eiswasser-System umgestellt, bei dem kein Abwasser mehr anfällt.  
Das Team der Stadt Fulda suchte und fand einen Weg, das neue Rechenzentrum energetisch zu optimieren. In Serverräumen entwickelt sich enorm viel Wärme, so dass ein hoher Kühlungsbedarf besteht. Mit Hilfe eines geothermischen Systems kann die Stadt pro Jahr 132 Tonnen CO2 einsparen und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Lokale Beiträge zur Energiewende
Vor Beginn der eigentlichen Projektphase hatten die Teams eine zweitägige intensive Schulung zum Thema Energieeffizienz durchlaufen, die von Experten der RhönEnergie Fulda durchgeführt worden war. „Der Wert dieses Wettstreits heimischer Energie-Scouts besteht darin, dass sich viele der hier vorgestellten Ideen auch von anderen Betrieben adaptieren lassen“, unterstreicht Amaya Mendizábal, Ausbilderin der RhönEnergie Fulda. Sie und ihr Kollege Frank Fleck (Energieberater) haben das Projekt „Energie-Scouts“ für die RhönEnergie Fulda federführend umgesetzt.
„Die meisten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz dienen nicht nur dem Schutz der Umwelt und des Klimas. Sie sind zudem auch wirtschaftlich sinnvoll, weil man Kosten sparen kann“, betont Frank Fleck. Das gelte auch für die von den Energie-Scouts vorgeschlagenen Maßnahmen und mache den besonderen Wert der Aktion aus.
Die Zusammenarbeit zwischen der IHK Fulda und der RhönEnergie Fulda als regionalem Energieversorger sei wieder spannend gewesen, bilanziert Armin Gerbeth und unterstreicht den pädagogischen Wert des Projekts: „Wer das Prinzip der Energie-Effizienz einmal verinnerlicht hat, geht fortan mit einem energetisch geschulten Blick durchs Leben. Genau dies ist ein wesentliches Ziel unserer Aktion, die im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll.“



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