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Stilistische Sicherheit und große Musizierfreude – Überzeugendes Konzert des Musikschulchors „capanello vocale“

Dass die Konzerte von einem Chor, der bereits seit mehr als 35 Jahren besteht, weder altbacken noch verstaubt sein müssen, hat der Chor „capanello vocale“ der Musikschule der Stadt Fulda unter der Leitung von Stephen Berg bei seinem Konzert im Kanzlerpalais eindrucksvoll bewiesen.

In einem Programm unter dem Motto „Lieder von den Freuden und den Leiden der Liebe … beziehungsweise: Lieder, die wir lieben“ erklangen Liedsätze aus vielen Ländern und Zeiten, die über die verschiedenen Facetten der Liebe – vom ersten Verliebtsein über die Alltagsschwierigkeiten, von Stress und Krach bis zu dem Ende einer Beziehung – erzählen. Ob Renaissance, Barock, Romantik oder Modern: In jedem einzelnen Stück bewiesen die Sängerinnen und Sänger stilistische Sicherheit und große Musizierfreude, harmonische Herausforderungen und Ensembleschwierigkeiten wurden mühelos überwunden.

Zur Beginn erklangen Werke von George Gershwin, Victor Young und Howard Emerson, die gefühlvoll und mit wunderbar entspannten Synkopierungen die ersten Liebesgefühle beschrieben. Lebendig und farbenreich kamen die Kompositionen von John Farmer, Heinrich Albert und Orlando di Lasso daher. In einem Trio von Heinrich Albert („Du bist mein einzig‘ Herz)“ beeindruckten die Solisten Kerstin Link, Christine Herzberg und Stephen Berg mit einem glasklaren Klang und sicherer Intonation. Die weltbekannten Hits von John Lennon und Paul McCartney – „Yesterday“, „Michelle“ und „When I‘m 64“ – kamen lebendig und farbenreich rüber, und die Klassiker der Comedian Harmonists wie „Schöne Isabella von Kastilien“, „In der Bar zum Krokodil“ und „Ein Freund, ein guter Freund“ zauberten humorvoll eine gute Stimmung in den Saal.

Dorit Tucher, Ingeborg Vogel, Erich Dörner, Roland Frank interpretierten „Ma Julieta dama“ aus dem 15. Jahrhundert. Die heiklen rhythmischen Figuren gelangen ihnen ebenso perfekt wie die dynamischen Kontraste. Eine fesselnde Interpretation von Thoinot Arbeaus „Pavane“ präsentierten Dorit Tucher, Julia Eckert-Udolph, Erich Dörner und Roland Frank. „Come again“ von John Dowland, dargeboten von Ann-Kathrin Reul-Schulz, Ulla Hillebrand, Dieter Etzel und Roland Frank überzeugte mit perfekt angepasstem Stimmendialog.

Der Chor zeigte sich als eingespieltes Team: Die Sänger verstanden sich offensichtlich blind und konnten jederzeit mit herrlichen Improvisationen das Publikum überraschen und zum Mitsingen animieren. Mit Gedichten, Gedanken und eigenen Chorgeschichten moderierten die Teilnehmer durch den herrlichen Konzertabend, an dessen Ende „Over the Rainbow“ einen wunderbaren Schlusspunkt setzte.



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