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Kunst hoch drei für die Bildhauerei

Die Triennale Franken in der Kunsthalle Schweinfurt findet ab 29. Juni zum vierten Mal statt. Erstmals bereichern drei Rhön-Grabfelder Kultureinrichtungen das Programm unter dem Motto „Raumzustände – Bildhauerei heute“. Für Kulturinteressierte ist das Gemeinschaftsprojekt bis November eine Fundgrube für spannende Veranstaltungen.

Bei der Auftakt-Pressekonferenz in der Kunsthalle Schweinfurt am 14. Mai waren die Rhöner Repräsentanten vom Kloster Wechterswinkel, von der Holzbildhauerschule Bischofsheim und vom Künstlerdorf Langenleiten zu Gast. Die Kulturschaffenden machten in Film und Vortrag neugierig auf das vielfältige Programm im nördlichsten Landkreis Unterfrankens. Stolz zeigte sich auch Landrat Thomas Habermann über das erfolgreiche Netzwerk der Kulturschaffenden über die Landkreisgrenzen hinaus. In seinem Grußwort unterstrich der Politiker den hohen Stellenwert der Kunst in der Region.

„Die Triennale IV. unter dem Motto „RaumZustände – Bildhauerei heute“ richtet den Fokus auf das skulpturale Schaffen in den drei fränkischen Regierungsbezirken“, erläuterte die Kuratorin Dr. Barbara Kahle vor der Presse. In der Kunsthalle und in den Räumen des Kunstvereins Schweinfurt e.V. als zentralem Ausstellungsort der Triennale wurden 16 Künstler und Künstlerinnen aus ganz Deutschland ausgewählt, deren Arbeiten die unglaubliche Erweiterung vom Schnitzhandwerk über das Kunsthandwerk bis zur Kunst zeigen. Die Exponate zeugen von der Vielschichtigkeit der Bildhauerei heute. Zu sehen sind dabei Skulpturen mit einer Höhe von bis zu vier Metern, so die Leiterin der Kunsthalle und Verantwortliche für das gesamte Projekt Andrea Brandl beim Pressegespräch.
Info www.kunsthalle-schweinfurt.de
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Den Beitrag zur Triennale IV im Kloster Wechterswinkel stellte Kulturmanagerin Astrid Scherpf unter dem Motto „Fundamente. Philipp Mendler, Wegbegleiter und Schüler“ vor. Vom 13. Juli bis 04. November widmet sich die Ausstellung zeitgenössischer Bildhauerei in der Rhön und verliert dabei ganz bewusst die regionalen Wurzeln nicht aus den Augen. Zahlreiche Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und ehemalige Lehrer präsentieren ihre Arbeiten unter dem Skulpturen-Aspekt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Philipp Mendler, Schulleiter der Holzbildhauerschule Bischofsheim von 1973 bis 1981. Durch ihn gewann die Lehreinrichtung eine neue künstlerische Ausrichtung und erlebte den Wandel von der Schnitzschule zur Berufsfachschule für Holzbildhauer. Die Ausstellung war schon lange angedacht und konnte nun passend zum zehnjährigen Jubiläum des Kreiskulturzentrums Kloster Wechterswinkel umgesetzt werden. INFO www.kloster-wechterswinkel.de
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Die Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim selbst gewährt im Rahmen der Triennale zahlreiche Einblicke in den schulischen Alltag und seine Höhepunkte. Den Auftakt bilden die Tage der offenen Schultür vom 2. bis 22. Juli. Es folgen die Präsentationen der Abschlussarbeiten am 4. und 10. Juli sowie das Symposium „zusammen Arbeiten“ vom 16. bis 21. Juli mit anschließender Fach- und Publikumswertung für die schönsten Werke. Auch zum Schuljahresabschluss am 22. Juli erhalten Kulturinteressierte Einblicke in die Lehreinrichtung, die sich für junge Leute völlig neu ausrichtet. Geplant ist auch eine Begehbare Skulptur vom 23. bis 27. Juli auf dem Marktplatz von Bischofsheim. Die Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim an der Rhön begreift sich im Zusammenhang mit der Triennale 2018 als Einrichtung, die auf die Zukunft der Bildhauerei in Franken gerichtet ist, während die Partner eher die Wurzeln der Bildhauerei in Franken zeigen. www.skulpturenschule-bischofsheim.de
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Das Ehepaar Jürgen und Heike Metz organisiert die Präsenz des Bildhauerdorfs Langenleiten im Rahmen der Triennale IV Franken. Die Künstler der Rhöngemeinde laden am 7./8. Juli sowie am 15./16. September in ihre Ateliers und Werkstätten ein. Dabei können Besucher den Künstlern nicht nur über die Schulter schauen, sondern selbst das Schnitzholz in die Hand nehmen oder erleben, wie ein Bronzeguss entsteht. Als Kunstprojekt mit Kindern wird am 21. Juli ein Straßenbild gestaltet. Führungen über den Kunstanger Langenleiten werden am 2. und 5. August angeboten. Das Bildhauerdorf Langenleiten steht exemplarisch für die Entwicklung, wie sich aus den Fundamenten des Handwerks, die traditionelle Holzbildhauerei hin zur zeitgenössischen Kunst entwickelte. Das Bildhauerdorf weist die größte Atelierdichte in Franken auf. Mit den dargebotenen Veranstaltungen besteht die Möglichkeit in die dort gelebte Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen einzutauchen. INFO www.langenleiten.de
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Ein vielgestaltiges Begleitprogramm sowie ein Symposium unter der Schirmherrschaft des Bezirks Unterfranken unterstreicht die überregionale Bedeutung der Triennale Schweinfurt zusätzlich. „Der Besucher kann sich nun mutig, gepaart mit Neugier, daran machen, die gegenwärtige Kunst aus Franken zu entdecken“, appellierte Landrat Thomas Habermann abschließend in seinem Grußwort vor den Medien. Die Internetseite mit dem Programm wird am 21. Juni online gehen: www.triennale-franken.



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