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Spatenstich für ein ehrgeiziges Modellprojekt im Vogelsberg – Eichhof-Stiftung legt Grundstein für Jugend- und Familienzentrum in Lauterbach

Der Vorstand der Eichhof-Stiftung Lauterbach, Vertreter der Vogelsberger Lebensräume, Bauausführende sowie Vertreter der Stadt Lauterbach und des Kreisausschusses des Vogelsbergkreises hatten sich auf dem Areal der ehemaligen „Alten Gärtnerei“ an der Wascherde in Lauterbach eingefunden, um den Spatenstich für ein ehrgeiziges Projekt durchzuführen. Bereits am 1. November soll das neue inklusive Jugend- und Familienzentrum der Vogelsberger Lebensräume eröffnet werden. Investor und Träger des 2,5 Mio. EUR umfassenden Projekts ist die Eichhof-Stiftung Lauterbach.

Deren Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schäfer eröffnete die Grundsteinlegung mit den Worten: „Eichhof baut mal wieder!“ Er stellte die in Kooperation mit dem Jugendamt Lauterbach entstehende Einrichtung als Modellprojekt für die Region vor, das die volle Zustimmung der beteiligten Stellen finde, da „wir von der inhaltlichen Notwendigkeit allemal überzeugt sind“, sagte Schäfer wörtlich. Das Jugend- und Familienzentrum ist als Ort des Zusammenwachsens und der Begegnung geplant, der im Rahmen von „HueD – Hilfen unter einem Dach“ 12 stationäre, 6 teilstationäre und 24 ambulante Plätze anbietet. Hans-Jürgen Schäfer stellte heraus, dass der Leiter der Vogelsberger Lebensräume, Harry Bernardis, als einer der Väter des Konzeptes, als großer Ideengeber und zweifelsohne als „Motor für die Umsetzung“ gelte. Neben der Hilfe für Familien, Eltern, Jugendliche und Kinder stelle die Eichhof-Stiftung mit dem ohne öffentliche Zuschüsse realisierten Projekt auch ihre Bedeutung als Arbeitgeber heraus. 11 neue Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit werden zusätzlich für das neue Jugend- und Familienzentrum eingestellt. „Wir als Vorstand sehen das Vorhaben als weiteren Meilenstein in der Entwicklung unserer Einrichtungen mit dem Krankenhaus Eichhof, Seniorenzentrum Schlitzerland, Sozialstation Eichhof und den Vogelsberger Lebensräumen an“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Der Erste Kreisbeigeordnete des Kreisausschusses des Vogelsbergkreises Dr. Jens Mischak verwies auf die langjährige, enge und intensive Zusammenarbeit der Vogelsberger Lebensräume mit dem Jugendamt des Kreises. „Erziehungsberatung und Erweiterung der Sozialräumlichkeiten haben einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Wir freuen uns sehr über die mutige Entscheidung der Eichhof-Stiftung Lauterbach, dieses Projekt anzupacken und umzusetzen“, dankte Dr. Mischak dem Träger. Er sehe das neue Jugend- und Familienzentrum als Leuchtturm und wegweisendes Konzept für die gesamte Region, insbesondere vor dem Hintergrund der Einbeziehung der „AG78“.

Seit dem Jahr 2000 gebe es diese Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII, die sich zusammensetzt aus Vertretern des Jugendamtes und allen regional tätig freien Trägern der Jugendhilfe. Die Arbeitsgemeinschaft verfolge das Ziel, den politischen Gremien zuzuarbeiten, die dann auf Grundlage von erarbeiteten Konzepten notwendige Entscheidungen für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe treffen können.

Der 1. Stadtrat der Stadt Lauterbach Lothar Pietsch überbrachte den Dank der städtischen Gremien für die Entscheidung, den Standort „Alte Gärtnerei“ für ein so vielversprechendes Konzept zu nutzen. Er gab einen Einblick in die Historie der ehemaligen Stadtgärtnerei und ist sich sicher, dass auf dem Gelände, einem traditionsreichen Ort der Hege und Pflege, auch zukünftig Menschen und Pflanzen wachsen und gedeihen werden. Das freut uns ganz besonders, bekräftigte er die Sichtweise der städtischen Gremien.

Im Beisein des stellvertretenden Leiters der Vogelsberger Lebensräume Roland Bamberger der den Spatenstich durchführte, stellten Julia Drews, Leitung der Abteilung Jugendhilfe, und ihr Stellvertreter Tobias Rübbert die inhaltliche Konzeption des Jugend- und Familienzentrums „Alte Gärtnerei“ vor. Dabei unterstrichen die beiden Diplom-Sozialarbeiter auch die enge Vernetzung, den Austausch und die Abstimmung mit anderen Jugendhilfeeinrichtungen im Vogelsbergkreis. Die Zusammenarbeit mit übergreifenden Angeboten in der Sozialraumorientierung sei kein Wettbewerb, sondern ein Miteinander zum Wohle von Kindern, Jugendlichen und Familien, so die beiden Pädagogen. Rübbert erläuterte die Idee des Nachbarschaftscafé für Bewohner, Besucher, Gäste und vor allem auch Nachbarn und hob die bereits bestehende Zusammenarbeit einer Arbeitsgruppe, die wöchentliche Nachbarschaftssprechstunde mittwochs von 16:00 – 17.00 Uhr im Funktionsgebäude der alten Gärtnerei sowie den engen Austausch mit den Anwohnern hervor.
Architekt Dominique Tzschoppe hielt die Schlussworte, in denen er die architektonische Konzeption erläuterte und noch einmal darauf hinwies, dass „es eine sportliche Leistung sein wird, am 1. November zu eröffnen und er froh sei, dass er mit dem bauausführenden Unternehmen an anderer Stelle schon die besten Erfahrungen gemacht habe“, so der Architekt aus Frankfurt, der erfolgreich in ähnlichen Projekten tätig ist.



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