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Neues Angebot am Klinikum Fulda ab Mitte 2019: Augenklinik verbessert die stationäre Versorgung der Bevölkerung in der Region

Das Klinikum Fulda ist als Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe vom hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) mit einem umfassenden Versorgungsauftrag ausgestattet. Dieser Auftrag umfasst mit einer Ausnahme (Hauterkrankungen) alle Fachgebiete der Medizin und entspricht damit im Wesentlichen dem Spektrum eines Universitätsklinikums.

Auch die stationäre Versorgung von Augenerkrankungen in einer Abteilung für Augenheilkunde ist seit vielen Jahren Bestandteil dieses Versorgungsauftrags. In der Vergangenheit wurde dieser Auftrag am Klinikum Fulda in Form einer belegärztlichen Fachabteilung wahrgenommen. Dabei werden niedergelassene Ärztinnen und Ärzte als so genannte Belegärzte im Krankenhaus tätig und operieren dort Ihre Patientinnen und Patienten. In den letzten zehn Jahren sind die Aktivitäten dieser Belegabteilung allerdings weitestgehend eingestellt worden.

Verschiedentlich hat dies zu Kritik in der Bevölkerung und in der Öffentlichkeit geführt, insbesondere was die Notfallversorgung angeht. Die Kommunalpolitik hat sich jüngst erneut für die Wiederaufnahme der stationären augenärztlichen Versorgung am Klinikum Fulda ausgesprochen. Auch das HSMI hat die Wiederaufnahme der Versorgung angemahnt, ebenso wie der Landkreis Fulda als Sicherstellungsträger des Rettungsdienstes.

Das Klinikum Fulda ist in der Verantwortung, seinen Versorgungsauftrag zu erfüllen. 
Im Kontext eines umfassenden und hochwertigen Angebotes für die Bevölkerung der Region ist es aus Sicht des Klinikums sinnvoll, die stationäre augenärztliche Versorgung zukünftig nicht mehr als Belegabteilung sondern – wie in fast allen anderen Abteilungen des Klinikums auch – in Form einer Hauptabteilung zu gestalten. Der Aufsichtsrat hat diesem Vorschlag des Vorstandes für eine wohnortnahe stationäre augenärztliche Versorgung im Klinikum Fulda zugestimmt.

Sobald das neue OP-, Intensiv- und Notfallzentrum Anfang 2019 in Betrieb gehen wird, wird das Klinikum auch hinsichtlich der räumlichen Kapazitäten in der Lage sein, eine stationäre augenärztliche Versorgung auf besten Niveau anzubieten. Selbstverständlich gehört dazu auch die stationäre augenärztliche Notfallversorgung an allen sieben Tagen der Woche.

„Vor diesem Hintergrund ist es uns sehr wichtig zu betonen, dass die ambulante Versorgung von Augenerkrankungen durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte der Region Fulda / Osthessen hervorragend gewährleistet ist. Das neue stationäre Angebot des Klinikums wird ausdrücklich als Ergänzung zu dem Angebot der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte gestaltet werden“, so die Vorstände Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel und André Eydt.

Dabei wird das Klinikum Fulda aufgrund der besonderen Versorgungserfordernisse in der Augenheilkunde mit einem Partner kooperieren, der bereits an einigen anderen Kliniken in Deutschland die stationäre klinische Augenversorgung unterstützt. Dieser Kooperationspartner verfügt über eine besondere Expertise im Bereich der klinischen stationären Augenversorgung und wird insbesondere den personellen Aufbau der neuen Abteilung mit hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Betrieb begleiten.

Ziel ist es die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Augenerkrankungen in der Region weiter zu verbessern. Dies ist aus Sicht des Klinikums nur möglich, wenn eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung erreicht werden kann. Die Klinikum Fulda gAG ist dazu bereit. 
Erste Gespräche mit den Augenärzten der Region und Vertretern des GNO (Gesundheitsnetz Osthessen) zur neuen Augenklinik am Klinikum haben bereits stattgefunden.

Mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten wurde dabei der stationäre Bedarf in Fulda und Umgebung, ausgehend von Analysen und Erfahrungen aus anderen Regionen, erörtert. Von Seiten des Klinikums wurde dabei unterstrichen, dass die neue Hauptabteilung eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte anstrebt. Die klare Trennung zwischen dem ambulanten Bereich, der durch die Niedergelassenen versorgt wird und stationären Bereich, der durch das Klinikum versorgt werden, ist gewährleistet. Auch strebt das Klinikum nicht an, Augenarztpraxen zu erwerben.

Klargestellt wurde in den Gesprächen mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten auch, dass entgegen anderslautender Behauptungen kein „Finanz-Investor“ eine Beteiligung am Klinikum oder an Teilen des Klinikums anstrebt oder eingehen wird. Dies ist von Seiten des Klinikums auch für die Zukunft ausdrücklich nicht gewollt.

Als nächste Schritte werden das Auswahlverfahren für die ärztliche Direktorenposition und die Vorbereitung der räumlichen Strukturen in Angriff genommen.

Das Klinikum geht derzeit davon aus, dass die Klinik für Augenheilkunde ihren Betrieb im Klinikum Fulda im 2. Quartal 2019 aufnehmen wird.



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