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Wie steht es um die deutsche Nationalelf?

Das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft war eine der großen Überraschungen der Fußball-WM 2018. Während es bei den meisten Fußballfans weltweit jedoch bei Verwunderung blieb, war die Bestürzung in Deutschland überall spürbar. Große „Public Viewing“-Veranstaltungen mussten vorzeitig schließen und die Partystimmung war ziemlich schnell vorbei. Nach dem Ende der WM kehrte in Deutschland wieder Ruhe ein, doch für den DFB selbst hat die Arbeit praktisch erst begonnen.

Bei der WM 2018 hatte Joachim Löw so einige Dinge anders gemacht, als noch in den Jahren zuvor. So gab es im Vorfeld schon Diskussionen über die Auswahl der Spieler, zumal einige Weltmeister der WM 2014 nicht mitgenommen wurden. Dazu gehörte Mario Götze, der im Finale gegen Argentinien traf und damit Deutschland zum Weltmeister machte. Auch Weltmeister von 2014 Shkodran Mustafi traf es. Der Innenverteidiger, der seine DFB-Karriere übrigens in Fulda startete, wurde für die WM 2018 nicht bedacht. Als Grund gab Löw bei beiden Spielern deren Saisonleistung an. Da passte es allerdings nicht ins Bild, dass Löw Torhüter Manuel Neuer mitnahm – dieser konnte seit September 2017 aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr spielen. Natürlich sind dies nicht die einzigen Gründe für das Scheitern der Deutschen. Fehlendes Teamgefühl, zu lasches Trainingsregime und Unstimmigkeiten sorgten am Ende dafür, dass der krasse Außenseiter Südkorea Deutschland im letzten Gruppenspiel auf den hintersten Platz degradierte.

Nach einer WM ist vor einer WM. Aus dem Grunde arbeiten alle Fußballverbände jetzt schon an der Vorbereitung für die WM 2022. Der DFB ist davon ebenfalls nicht ausgenommen, ganz im Gegenteil, denn der Druck ist hoch, bis 2022 wieder eine wettbewerbsfähige Mannschaft aufzubauen. Sicherlich hat man noch knapp vier Jahre und damit eine Menge Zeit zur Verfügung, doch die Mannschaften lassen bereits Schlussfolgerungen auf ihre Leistungen zu. So sind die Buchmacher in der Lage, mit den jetzt schon vorhandenen Informationen die statistischen Siegeswahrscheinlichkeiten der Fußballnationen zu berechnen. Wenn man also einen Blick auf die Wettquoten WM vom Anfang Oktober wirft, kann man zum Beispiel erkennen, dass Weltmeister Frankreich mit einer Quote von 6,0 die zweithöchsten Chancen eingeräumt werden. Frankreich wird statistisch nur von Brasilien mit einer Quote von 5,5 übertroffen. Doch überraschenderweise findet man Deutschland auf dem dritten Platz mit einer Quote von 6,5. Damit liegt der DFB in den Einschätzungen noch vor Spanien mit 7,0.



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