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Feier der Zulassung der Katechumenen zur Taufe Weihbischof Diez predigte am 1. Fastensonntag in der Michaelskirche

„Wir suchen und ersehnen den liebenden Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat – das ist der tiefste Sinn und Grund unseres Menschseins“, betonte Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez bei der Feier der Zulassung zur Taufe von 27 erwachsenen Taufbewerberinnen und -bewerbern und fünf Kindern aus der gesamten Diözese. In seiner Ansprache am ersten Fastensonntag in der Michaelskirche zu Fulda sagte der Weihbischof, dass das Fest der Auferstehung Jesu Christi die Gläubigen der Erfüllung ihrer Sehnsucht ein Stück näherbringe. „Mit Ihrer Taufe in der Osternacht kommen Sie sozusagen auf der Zielgeraden Ihrer Suche an!“, rief er den Taufbewerbern zu.

Kein Mensch komme an der Frage nach dem Sinn des Lebens vorbei, hatte Diez zu Beginn seiner Predigt unterstrichen. Die Frage „Was suche ich?“ bewege auch das Leben der Taufbewerber. „In jedem Menschen ist die Ausrichtung nach Gott fest implementiert und irgendwann bahnt sie sich ihren Weg“, zeigte sich der Weihbischof überzeugt. Auch wenn er nicht den persönlichen Weg der einzelnen Bewerber zum christlichen Glauben kenne, so sehe er darin doch die Frage nach dem Sinn, nach dem Woher und Wohin des Menschen. „Es ist die Sehnsucht nach Liebe, nach Ewigkeit, nach Gemeinschaft mit Gott und den Menschen.“ Der christliche Glaube gebe darauf Antworten, die dem Wesen und der Sehnsucht des Menschen entsprächen: unbedingte liebende Annahme, Vergebung der Schuld, tiefste Verbindung mit Gott und die Verheißung der Seligkeit.

„Die Liebe Gottes zu uns Menschen gipfelt in dem Kreuzestod Jesu. So sehr hat er die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit sie das Leben haben. Gott ist die Liebe.“ Gott wolle die Menschen auch nicht im Zustand von Schuld und Sünde belassen. Er wisse, dass Vergebung und Versöhnung heilsam seien und schenke deshalb die Vergebung der Schuld. „Die österliche Bußzeit lädt uns wieder ein, innerlich Bilanz zu ziehen und uns von Gott von aller Schuld befreien zu lassen.“ Die Taufe, die die Bewerber in der Osternacht empfingen, verbinde sie für immer und unauslöschlich mit Christus. „In der Taufe werden wir Kinder Gottes. Einfach so ergeht der liebende Ruf Gottes an uns als kostbares Geschenk.“ Im Sakrament der Eucharistie gehe diese tiefste Verbindung mit Gott weiter. „In der Gestalt von Brot und Wein kommt er in unser Innerstes, um bei uns zu sein, uns mit seiner Liebe beizustehen.“ Das letztendgültige Ankommen bei Gott in der Ewigkeit sei eine tiefe Sehnsucht der Menschen. „Die gläubige Erwartung, dass unser irdisches Leben sich bei Gott eines Tages vollendet, übersteigt eigentlich die menschliche Logik, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der Biologie.“ Christus schenke den Menschen dieses ewige Leben durch seinen Tod am Kreuz, denn er habe alle Schuld der Welt auf sich genommen, „damit wir das ewige Leben bei Gott haben“.



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