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Gemeinde Eichenzell rückt Eichenprozessionsspinner zu Leibe

Nachdem im vergangenen Jahr der Eichenprozessionsspinner erstmalig massiv in der Gemeinde Eichenzell aufgetreten ist, hat sich die Gemeinde für Bekämpfungsmaßnahmen im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes entschieden. Mittels eines biologischen Präparats, welches in Kürze (je nach Witterungsverlauf) gezielt in die Baumkronen der gemeindlichen Eichen ausgebracht wird, sollen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor dem Erreichen des dritten Raupenstadiums, ab dem die gefährlichen Brennhaare ausgebildet sind, abgetötet werden.

Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren der Raupen kann Hautausschläge hervorrufen. Auch die Atemwege können gereizt werden und im Extremfall zum allergischen Schock führen. Sogar das Berühren der Gespinstnester ist gefährlich, da auch nach Verpuppung und Schlupf der Larven die giftige Brennhaare dort verbleiben und bei Kontakt weiter Reizungen verursachen können.

Eichenstandorte während der Bekämpfungsmaßnahme zeitweilig gesperrt

Für die Maßnahmen wurden durch den gemeindlichen Bauhof und die Bauabteilung im Vorfeld die im letzten Jahr befallenen Eichen (ca. 320 Stück) in einem Kataster aufgenommen und für die Bekämpfung eine Fachfirma beauftragt.
Verwendet wird ein Biozid, welches humantoxikologisch, d.h. für Menschen, als unbedenklich gilt und z. B. in befallenen Gebieten schon seit vielen Jahren erfolgreich gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt wird. Hierbei handelt es sich um das Bakterium Bacillus thuringiensis, das vor allem im Boden, aber auch an Pflanzen und in Insektenkadavern natürlich vorkommt.

Die Bereiche um die besprühten Eichen werden temporär abgesperrt – die Gemeinde Eichenzell bittet, die entsprechenden Hinweisschilder zu beachten!

Von der Stadt Fulda wurde eine Informationsveranstaltung organisiert. Bei dieser Veranstaltung waren alle betroffenen Kommunen eingeladen. Aufgrund dieser Informationsveranstaltung haben wir uns für diesen Weg entschieden, weil er aus unserer Sicht am effektivsten ist. Würden wir darauf warten, bis die Gespinstnester sichtbar und die Gifthärchen der Raupen ausgebildet sind, wäre die Gefährdung für Eichenzells Bürgerinnen und Bürger umso größer. So erhoffen wir uns, einen entscheidenden Teil der Raupenpopulation vor allem an sensiblen Bereichen wie Kindergärten, Bürgerhäuser, Spiel- und Sportplätzen und Friedhöfen abschöpfen zu können, bevor die Raupen die Brennhaare ausbilden.



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