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Diabetologie am Krankenhaus Eichhof erfolgreich rezertifiziert

Mit der Rezertifizierung als „Stationäre Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 2 Diabetes – Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ wurde die Innere Abteilung Gastroenterologie/Diabetologie am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach für weitere drei Jahre von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in seiner hohen Qualität bestätigt. Besonders erfreulich: Der Präsident der DDG ließ die Fachabteilung unter der Leitung von Chefarzt Dr. Johannes Roth in einem persönlichen Schreiben wissen, dass der Prüfer des Zertifikatsantrages die hervorragende Vorbereitung für das Wiederholungsaudit seitens des Krankenhauses explizit gelobt hätte.

In dem hunderte Seiten umfassenden Antrag hatten der Chefarzt, Oberärztin Dr. Christine Kimpel, Diabetes-Beraterin und Diät-Assistentin Inge Eisenbach sowie Diabetesassistentin Heike Stiebing minutiös die Richtlinien für alle Bereiche der Diabetologie – von der Beratung über die Therapie bis hin zur Schulung nach den jeweils geltenden, aktuellen Standards – dokumentiert. Um die klar definierten Erfordernisse einer „Behandlungseinrichtung für Typ 2-Diabetiker“ erfüllen zu können, müssen jedes Jahr mindestens 200 Patienten erfasst werden. Mit gut 350 Patienten pro Jahr liegt die Fachabteilung am Krankenhaus Eichhof deutlich darüber. Die hohe Fallzahl zeigt einmal mehr das Vertrauen Betroffener in die dort tätigen Ärzte und Therapeuten.

„Für jeden Einzelfall ist ein umfangreiches medizinisches Portfolio nötig, das unter anderem Therapie, Laborwerte, interdisziplinäre Behandlung im Krankenhaus aber auch die Anamnese oder Begleiterscheinungen der Erkrankung berücksichtigt“, erklärt Chefarzt Dr. Roth. Neue Medikamente müssten dabei ebenso dokumentiert werden, wie die ausdrückliche Abfrage von Fortbildungsmöglichkeiten für Patienten. Und hier bietet die Diabetologie einmal im Monat eine spezielle Schulung an. Die einwöchige, stationär durchgeführte Behandlung umfasst ein umfangreiches Portfolio. „Neben einem gezielten Stundenplan mit Informationen zum Krankheitsbild, wie gemessen und gespritzt wird und welche Folgeerkrankungen auftreten können, werden Patienten mit Bewegungs- und Ernährungsprogrammen sowie physikalischer Therapie betreut“, erklärt Inge Eisenbach. Darüber hinaus würden Betroffene auf Tabletten oder Insulin eingestellt und umfangreich über Über- oder Unterzucker aufgeklärt. Von besonderer Bedeutung sei auch die Fußpflege, die am Krankenhaus Eichhof konsiliarisch von Sonja Hotz übernommen werde, die eine eigene podologische Praxis in Lauterbach betreibt, so die Diabetes-Beraterin.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Viele Betroffene sind Nebendiagnosepatienten. Damit Komplikationen bei der Behandlung von Patienten möglichst gar nicht erst auftreten, hat Dr. Johannes Roth interdisziplinäre Kooperationen mit den anderen Fachabteilungen am Krankenhaus Eichhof geschlossen. „Die enge Anbindung und Zusammenarbeit mit Nephrologen, Kardiologen, Gefäßchirurgen oder gar der Psychiatrie und Psychotherapie hier am Haus lässt eine ganzheitliche Betrachtung unserer Patienten zu“, beschreibt Oberärztin Dr. Christine Kimpel die gängige Vorgehensweise am Krankenhaus Eichhof. Die Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Augenarzt, der am Krankenhaus in Lauterbach operiert, stellt zusätzlich eine Optimierung der fachübergreifenden Versorgung dar.

Im Rahmen der Rezertifizierung, die nach Angaben von Inge Eisenbach fast ein Jahr Vorbereitungszeit benötigt, werden sogenannte aktive und passive Hospitationen durchgeführt, die außerhalb eines Umkreises von 50 Kilometern liegen müssen. Jeweils ein Arzt und ein Diabetes-Berater müssen in einer anderen Klinik oder einem Krankenhaus hospitieren.
So besuchten Dr. Roth und Inge Eisenbach ein Krankenhaus in Kassel, während Kollegen aus Gießen die Möglichkeit zur Begutachtung in der Diabetologie am Krankenhaus Eichhof wahrnahmen. „Es ist eine hervorragende Gelegenheit, sich auszutauschen und Erfahrungswerte zu vergleichen“, sieht der Chefarzt diese Richtlinie der DDG als wichtigen Faktor in der Fortbildung des beteiligten Personals.

„Das Feld der Diabetologie bleibt spannend, es ist viel Bewegung drin. Es steht dank neuer Medikamente ein Paradigmenwechsel an“, stellt Dr. Roth eine Weiterentwicklung in den Therapieansätzen fest. War bisher der Langzeitwert HbA1c der relevante Standard für die Blutzuckerbemessung von Patienten, so gilt diese nicht mehr als alleinige Grundlage. „Neue Medikamentengruppen machen Hoffnung auf die Reduzierung von Nebenwirkungen, einen Rückgang von Insulinpatienten und positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Gute Nachrichten für viele Patienten“, sagt der Diabetologe.

„Wir sehen in der erneuten Anerkennung durch die DDG eine Bestätigung der erfolgreichen Arbeit und der hohen Qualität von Ärzten sowie dem pflegerischen und therapeutischen Personal des Fachbereichs Innere Medizin/Gastroenterologie auf dem Gebiet der Diabetologie“, gratuliert der Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann dem Team um Chefarzt Dr. Johannes Roth für die erfolgreiche Rezertifizierung.



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