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Kein Durchkommen in der „Basaltstraße“: Antiquariat Buchbasalt feiert Umzug mit vollem Haus und (Alsfelder) Originalen

Teilweise war kein Durchkommen mehr möglich in der „Basaltstraße“ -dieses Schild ziert stets einen Durchgang im Antiquariat Buchbasalt -, als vor wenigen Tagen eben dieses Antiquariat von Andrea Weißing und Aegidius Kluth mit vielen (Bücher-) Freunden, Weggefährten und Interessenten seinen kleinen Seiten-Wechsel in der Untergasse feierte: Von der Untergasse 6 in die Untergasse 3 waren die zahlreichen ausgewählten antiquarischen Büchern umgezogen, in das ehemalige Haus des Alsfelder Originals Ludwig Ploch, besser bekannt als „General von de Bunnsopp“.

Inspiriert von den vielen Geschichten, die sich um ihn ranken, hatten die beiden Inhaber des Ladens Originale in jedweder Form als Motto für ihre Feier gewählt und ließen natürlich zuerst den General selbst zu Wort kommen. Die Alsfelder Autorin Viktoria Wahl, die nach eigenem Bekunden als Kind selbst noch beim General auf dem Schoß gesessen hatte, stellte diesen in ihrer unnachahmlichen Art vor, sodass er vielen Besuchern schließlich sehr bekannt vorkam, und nicht nur das: Sie wurden geradezu dazu animiert, sich an eigene Geschichten und Alsfelder Originale zu erinnern und wurden nicht müde, ihre Anekdoten auszutauschen. Andrea Weißing, die aus Maar stammt, brachte den Gästen die Geschichte der „Määrer Fraa“ zu Ohren, ihre Mutter ergänzte das durch ein Gedicht in Maarer Mundart. Den Originalen in den Bücherregalen des Antiquariats hatte sich Aegidius Kluth zugewandt. Hier hatte er aus einem reichhaltigen Fundus schöpfen können und neben Karl Valentin und Baron von Münchhausen auch Konrad Adenauer gefunden. Als gebürtiger Kölner war dieser dem ebenfalls aus dem Rheinland stammenden Aegidius Kluth sehr vertraut, noch dazu, weil Adenauer etwas über Sprache von sich gegeben hatte, was in schönstem Rheinländisch durch den Alsfelder Laden erklang und als Mundart gut zu Alsfeld und seinen Originalen passte.

Mit soviel geistigem und auch kulinarischem Input war die Stimmung zur Eröffnung der neuen Räume mehr als gut und die Erleichterung bei Andrea Weißing und Aegidius Kluth groß: „Unser Antiquariat hat stets auch von der Atmosphäre gelebt und wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, diese auch in unseren neuen Räumen wieder zu spüren und mit unseren Gästen zu und Kunden zu teilen.“ Und an Atmosphäre mangelt es nicht in dem neuen Buchbasalt – davon kann man sich bei einem Besuch vor Ort oder bei den geplanten Veranstaltungen im Herbst überzeugen, denn die Aktivitäten der beiden Antiquare sind natürlich auch mit umgezogen: „Wir werden wieder Lesungen und andere Veranstaltungen anbieten und natürlich werden auch unsere beliebten Schmökerabende wieder stattfinden“, kündigt Aegidius Kluth an, der sich gemeinsam mit Andrea Weißing und den Freunden und Kunden des Antiquariats auf schöne literarische Zeiten im neuen, alten Buchbasalt freut.



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