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Auch in diesem Jahr Fördermittel aus Bundesprogramm

Landkreis Fulda Fulda. Der Landkreis Fulda hat einen ersten Teilbetrag für dieses Jahr aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ bewilligt bekommen. Es handelt sich um 671.203 Euro. Eine entsprechende Mitteilung des Regierungspräsidiums in Kassel ist in der letzten Woche beim Landkreis eingegangen. Danach wurden zwölf Maßnahmen als förderfähig anerkannt, bei denen fast 80 Betreuungsplätze für unter Dreijährige in Kindertagesstätten und 17 Plätze bei Tagespflegepersonen entstehen sollen.

70 bis 80 neue Betreuungsplätze

Wie Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld mitteilte, ende die Frist für die Stellung weiterer Anträge durch den Landkreis Mitte Juli. Mit dem Restbetrag von 640.000 Euro könnten 70 bis 80 Betreuungsplätze geschaffen werden, davon 60 in Einrichtungen und etwa 20 bei Tagespflegepersonen. Derzeit sei nicht absehbar, ob damit alle noch eingehenden Anträge in diesem Jahr bedient werden könnten. „Wir hoffen aber, auch für 2010 Mittel in ähnlicher Höhe zu erhalten“, betonte der Jugenddezernent des Landkreises Fulda.

450.000 Euro für Kindertagesstätte in Hofbieber

Den höchsten Förderbetrag erhält mit 450.000 Euro die Gemeinde Hofbieber für den Neubau bzw. Anbau einer Kindertagesstätte mit Krippe und Schulkinderbetreuung in der Kerngemeinde. 75.000 Euro entfallen auf die Gemeinde Ehrenberg für die Erweiterung des Kindergartens in Wüstensachsen. Insgesamt 90.000 Euro gehen nach Burghaun für bauliche Veränderungen an zwei Kindergärten. 37.838 Euro bekommt die Evangelische Kirchengemeinde Gersfeld für die Erweiterung ihres Kindergartens um eine Krippengruppe.

Mit 5.230 Euro wird der Verein Kindergarten Simmershausen e.V. bei der Einrichtung einer altersübergreifenden Gruppe unterstützt. 3.500 Euro gehen an den Verein Grünschnäbel e.V. in der Gemeinde Ebersburg. Nach dem Ortsteil Thalau ist auch in Weyhers eine Krippe entstanden. Förderbeträge zwischen 651 Euro und 3.774 Euro entfallen auf Tagespflegepersonen in Künzell, Nüsttal, Gersfeld und Petersberg, die Renovierungs- und Ausstattungsmaßnahmen zur Schaffung von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige planen.

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Nach Aussage des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Wingenfeld befinde sich der Landkreis Fulda beim bedarfsgerechten Ausbau des Betreuungsangebots für unter Dreijährige weiterhin auf einem guten Weg. Verstärkte Anstrengungen seien auch deshalb notwendig, damit die Region für junge Familien attraktiv bleibe. Politik habe die Aufgabe, den verschiedenen Lebensentwürfen gerecht zu werden und die Voraussetzungen für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu optimieren, unterstreicht Vize-Landrat Dr. Wingenfeld.

„Wir haben im Landkreis Fulda noch vergleichsweise gut funktionierende Familienstrukturen, die es Eltern ermöglichen, ihre Kinder bis zum Eintritt ins Kindergartenalter zu Hause zu betreuen.“ Sie verzichteten hierfür auf Karriere und Einkommen. Diese gesellschaftliche Leistung dürfe gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen nicht gering geachtet werden. „Gleichwohl kann es gute und nachvollziehbare Gründe geben, warum jemand arbeiten gehen will oder muss.“

Landkreis schneidet gut ab

Der erreichte Ausbaustand bei der Kinderbetreuung könne sich, so Wingenfeld, sehen lassen. Seit 2002 habe sich die Betreuungsquote für unter Dreijährige auf 10,6 Prozent erhöht und damit mehr als verzehnfacht. Bei der Betreuungsquote im Kindergartenalter bewege sich der Landkreis Fulda mit 91,2 Prozent im hessischen Durchschnitt. Relativ am besten schneide der Landkreis bei der Ganztagsbetreuung im Kindergartenalter ab. Hier liege er mit 32,8 Prozent über dem Landesdurchschnitt und hessenweit auf dem siebten Platz.



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