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Land Hessen und Netzbetreiber unterzeichnen Vogelschutz-Vereinbarung

Schönes aus Fulda. Mit ihrer Unterschrift unter eine Vereinbarung zum Schutz von Schwarzstorch, Uhu, Milan und anderen Großvögeln haben jetzt Vertreter der hessischen Energiefreileitungs-Netzbetreiber und der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Karl-Winfried Seif, einen weiteren großen Schritt zur Entschärfung der Mittelspannungsstrommasten und -Freileitungen für die Vogelwelt getan. Für die ÜWAG Netz GmbH, Netzbetreiber in Osthessen, unterschrieb Prokurist Dipl.-Ing. (FH) Michael Brehler das Dokument.

Fotos (2): ÜWAG

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In einem mehrjährigen Prozess haben die hessischen Netzbetreiber mit der Staatlichen Vogelschutzwarte und in enger Kooperation mit den ehrenamtlich tätigen Vogelkundlern der Naturschutzverbände ein Merkblatt erarbeitet, in dem alle zu optimierenden Masttypen dargestellt sind, sodass nun ein Erkennen von Problempunkten wesentlich erleichtert ist. Die Workshops und mehrere Sitzungen der Experten aus Unternehmen und Vogelschutz hatten auf Einladung der ÜWAG Netz GmbH im Informationszentrum der ÜWAG in Fulda stattgefunden.

„Wir beschäftigen uns von jeher intensiv mit dem Thema Vögel und Freileitungen“, berichtet ÜWAG Netz GmbH-Prokurist Michael Brehler. „Die Kooperation mit der Staatlichen Vogelschutzwarte und dem Ministerium läuft bei uns seit über zehn Jahren sehr eng.“ Im Gebiet der ÜWAG Netz GmbH sind auch bereits viele Masten mit Vogelschutzmaßnahmen ausgestattet – und aus dieser Erfahrung heraus konnte das Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Erarbeitung der Vogelschutzvereinbarung für ganz Hessen übernehmen. Daher hat sich Michael Brehler auch ganz besonders über den ausdrücklichen Dank von Staatssekretär Seif für die beispielhafte Zusammenarbeit der Energieversorgungsunternehmen und der Vogelschutzwarte gefreut.

In der Vereinbarung zur Sicherung der Masten im Mittelspannungsbereich haben sich nun alle hessischen Netzbetreiber verpflichtet, sämtliche Stromasten, die Großvögeln gefährlich werden können, nach Prioritäten gestaffelt zu entschärfen, um so die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

An vorderster Stelle des Prioritätenkatalogs stehen die hessischen EU-Vogelschutzgebiete, die einen großen Teil des Landes und die wertvollsten Vogelbrutgebiete in Hessen abdecken. Besonders wichtig sind dabei die Gebiete, in denen Großvögel wie Schwarzstorch, Weißstorch, Rotmilan oder Uhu vorkommen, die Strommasten als Sitzwarten, Ruhe- oder sogar Brutplätze nutzen. Die ÜWAG Netz GmbH hat in ihrem Mittelspannungsnetz bereits alle potenziellen Gefahrenstellen des Leitungsnetzes innerhalb des Vogelschutzgebiets Rhön und des Vogelschutzgebiets Spessart abgesichert.

„Für uns bedeutet die neue Vereinbarung, dass unsere Bemühungen um den Vogelschutz nun auch eine verbindliche rechtliche Grundlage haben“, erläutert Dipl.-Ing. Eike Weldner, Geschäftsführer des Fuldaer Netzbetreibers, die Bedeutung des nun unterzeichneten Dokuments.



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