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Fit für den Beruf? Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance

Fulda. „Schauen Sie bitte mal, ist meine Bewerbungsmappe so okay? Ich bin jetzt doch ein bisschen aufgeregt“ so eine Schülerin vor einem nicht alltäglichen Bewerbungstraining an der Geschwister-Scholl-Schule. Als die 43 Schüler der beiden neunten Hauptschulklassen den Geschäftsführern und Personalverantwortlichen von fünf Unternehmen aus der Region Fulda gegenübertraten, lagen so manche Nerven blank, denn es ging darum, sich selbst einem potenziellen Arbeitgeber im besten Licht zu präsentieren. Die Veranstaltung ist der Abschluss und sogleich Höhepunkt des Stärken vor Ort Projektes „Fit für den Beruf“, das seit Mai diesen Jahres unter der Leitung von Annett Kramer (kramer concepts) an der Schule durchgeführt wird. Ziel ist es, die berufliche Integration junger Menschen zu fördern.

„Die Resonanz auf die Anfrage an lokale Unternehmen, fiktive Vorstellungsgespräche mit zukünftigen Auszubildenden zu führen, war sehr positiv“, freut sich Kramer, die die Veranstaltung mit Unterstützung der Schulleitung Silke Michael und den beiden Klassenlehrern Dirk Wirsing und Sabine Gleiniger organisierte. Sie bedankte sich bei den beteiligten Firmen für ihr besonderes Engagement. Die Schüler hörten gespannt zu, als die Geschäftsführer und Firmenvertreter der Unternehmen tegut, der Bäckerei Happ, der R+S solutions Holding, dem Biosthetique Coiffeur Wind und dem CRC Car Repair Center Scheich sich und die Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Unternehmen vorstellten. Nach den Einzelgesprächen folgte der Austausch mit den Mentoren, die wertvolle Tipps aus erster Hand gaben.

Den realitätsnahen Charakter der Bewerbungsgespräche geben auch die Erfahrungen der Schüler wieder, die durch positive Rückmeldungen über ihren persönlichen Eindruck ihre Nervösität und Unsicherheit verloren, aber auch erkennen mussten, dass es noch einiges zu verbessern gibt. „Ich weiß jetzt, dass ich keine Fehlstunden im Zeugnis haben darf und dass ich mich gut über den Betrieb informieren muss“, resümierte ein Schüler nach seinem Gespräch.

Für einen positiven Eindruck ist es wichtig, sich gut auf das Gespräch vorzubereiten, Persönlichkeit zu zeigen und individuelle Stärken herauszustellen, waren sich die Personalverantwortlichen einig. Am Ende zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. Die Schüler sind dem Berufsleben einen wichtigen Schritt näher gekommen und sogar Termine für Probearbeiten konnten vereinbart werden. Die Unternehmen signalisierten schon jetzt ihre Bereitschaft, auch im nächsten Jahr dabei zu sein, wenn es darum geht, junge Menschen beim Eintritt in das Berufsleben zu unterstützen und qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden.

Das Projekt „Fit für den Beruf“ findet im Rahmen des Gesamtprogramms STÄRKEN vor Ort statt. Dieses wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Die Umsetzung des Programms STÄRKEN vor Ort koordiniert das Amt für Jugend und Familien der Stadt Fulda.



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