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Trend „Curated Shopping“: Steht mir das?

Onlineshopping ist praktisch und einfach, doch die vielen so wichtige persönliche Beratung blieb bisher dem stationären Einzelhandel vorbehalten. Das wollte die Online-Konkurrenz nicht auf sich sitzen lassen und der neueste Trend im E-Commerce ist die virtuelle persönliche Stilberatung. Lesen Sie bei uns, wie das funktioniert und wer die potenzielle Zielgruppe des „Curated Shoppings“ ist.

Hosen, Hemden, Shirts und Schuhe – bei einem wilden Shopping-Trip landet oft alles auf einmal in den Einkaufstüten. Doch zu Hause stellt man dann fest, dass erstens nichts davon zusammenpasst und zweitens auch nichts davon mit der bestehenden Garderobe kombinierbar ist. Das kennen Sie? Dann sind sie nicht alleine, denn nach dem Motto „Kaufen, was gefällt“ gehen viele Leute shoppen – vor allem im Internet.

Die virtuelle Stilberatung

E-Commerce-Anbieter wollen nun Abhilfe schaffen und bieten Fachberatung im Netz an. Curated Shopping nennt sich das Prinzip und ist einfach erklärt: Jeder Kunde füllt online einen Fragebogen aus und legt ein persönliches Profil an. Ähnlich wie beim Online-Dating werden so Vorlieben und Stil ermittelt und zusätzlich natürlich die genauen Maße festgehalten. Es folgt, je nach Anbieter, ein Telefongespräch oder ein Video-Chat mit einem Mitarbeiter. Der persönliche Stilberater stellt passende Outfits zusammen und wenige Tage später kommt das Paket nach Hause. Der Kunde kann die Teile auswählen, die ihm gefallen, oder gleich das ganze Outfit behalten. Der Service ist in der Regel kostenfrei, die Margen entsprechen denen des Einzelhandels.

Hauptzielgruppe sind Männer

Stilbewusstsein hat man – oder eben nicht. Mit wenigen Klicks durch einen gut sortierten Online-Shops wie den von VAN GRAAF surfen und das perfekte Outfit zusammenstellen, das kann nicht jeder, vor allem nicht die männlichen Shopper. Die Herren der Schöpfung seien besonders hilflos und vor allem auch zu gestresst, um lange Shopping-Touren einzuplanen, so die Gründer von Modomoto, dem Curated Shopping-Vorreiter in Deutschland. Das Berliner Unternehmen sieht die Hauptzielgruppe ganz klar bei den Männern und hat nach eigenen Aussagen momentan circa 200.000 Kunden. Auch Outfittery, der stärkste deutsche Konkurrent, der mittlerweile auch in Österreich, der Schweiz, Schweden, Dänemark und den Benelux-Ländern vertreten ist, zielt auf shopping-unwillige, modebewusste Männer ab. Auch immer mehr große, bereits fest auf dem Markt etablierte Shops wie Zalando erweitern ihr Angebot um persönliche Stilberatung.


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