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Winterzeitkino im Museumscafé: „Ich klage an“ Mit anschließender Diskussion mit Herbert Heinzelmann und Thomas Sitte

Das Winterzeitkino im Museumscafé zeigt am 26. Oktober 2015, um 20.30 Uhr, den Film „Ich klage an“. Der nationalsozialistische Propagandafilm entstand 1941 unter Regie von Wolfgang Liebeneiner. „Ich klage an“ sollte den Euthanasieaktionen Hitlers den Weg bereiten. 1939 gab Hitler den Euthanasie-Befehl oder „Gnadentoderlass“ woraufhin die organisierte Tötung „Geisteskranker“ und chronisch kranker Patienten begann. In Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung darf er unter Vorbehalt gezeigt werden. Im Anschluss laden Herbert Heinzelmann vom Institut für Kino und Filmkultur sowie der Vorstandsvorsitzende der Deutschen PalliativStiftung Thomas Sitte zur Diskussion ein.

Eine an Multiple Sklerose erkrankte junge Frau siecht qualvoll dahin und bittet ihren Hausarzt und Familienfreund sie durch den Gnadentod von ihren Leiden zu befreien. Als dieser ablehnt, bedrängt sie ihren Ehemann, einen namenhaften Mediziner, sie zu erlösen. Da er seine Frau sehr liebt, ist er dazu bereit. Daraufhin wird ihm der Prozess gemacht, in dem verschiedenste Meinungen zur Sprache kommen.

„Ich klage an“ ist ein sogenannter Vorbehaltsfilm, der nur in Begleitung eines Referenten gezeigt werden darf. Das Institut für Kino und Filmkultur veranstaltet im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Film-Seminare zu diesen NS-Propagandafilmen.

Karten können vorab zum Preis von 5,50 € im Museumscafé und bei der Fuldaer Zeitung (Peterstor) erworben werden oder an der Abendkasse für 7 €. Schüler und Studenten zahlen 5,50 €. Einlass ist ab 20.00 Uhr.

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