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Finanzminister Dr. Schäfer: „Schnellere Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums – vom neuen Zahlungsformat profitieren wir alle.“

„Heute verabschieden wir uns endgültig von Kontonummer und Bankleitzahl, denn am Montag startet mit SEPA das neue europäische Zahlungsformat nun auch für Verbraucher. Wir alle profitieren davon, denn Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums werden deutlich schneller und sicherer ausgeführt“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in Wiesbaden. SEPA (Single Euro Payments Area) gilt ab dem 1. Februar für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen in den 28 EU-Staaten, den weiteren EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen sowie der Schweiz, Monaco und San Marino. „Ich möchte nochmals an alle Verbraucher appellieren, alte Überweisungsvordrucke zu entsorgen. Wer jetzt noch Kontonummer und Bankleitzahl verwendet, riskiert, dass seine Zahlung nicht von den Banken abgewickelt wird und er in Zahlungsverzug kommt“, betonte Schäfer.

Die meisten Banken hatten bisher noch Umrechnungsleistungen angeboten, die übergangsweise die Verwendung des alten Formats ermöglichten. „Damit ist nun Schluss. Doch die Angleichung des Zahlungsverkehrs durch SEPA vereinfacht grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes, auch wenn die längeren Zahlenformate womöglich für einige Verbraucher etwas gewöhnungsbedürftig waren“, sagte der Minister. Die einheitliche europäische Zahlungslandschaft umfasst insgesamt 34 Länder. „SEPA ist ein wichtiger Schritt, damit Europa auch wirtschaftlich ein Stück weiter zusammenwächst“, so Schäfer. Er fügte hinzu, dass Zahlungen durch eine neu eingeführte Prüfzimmer innerhalb der IBAN (International Bank Account Number) zudem sicherer werden, da etwaige Fehler bei der Zahlenabfolge von den Banken leichter erkannt werden können.

Institutionelle Bankkunden wie Unternehmen, Vereine und öffentliche Verwaltungen hatten ihren Zahlungsverkehr bereits zum 1. August 2014 auf das neue SEPA-Verfahren umgestellt. „Die Hessische Landesregierung hat sich konsequent dafür eingesetzt, dass die Umstellung zu SEPA sowohl für Institutionen als auch für die Verbraucher mit möglichst wenig Aufwand verbunden gewesen ist“, betonte Schäfer. Deshalb habe er auf der Bundesebene von Anfang an dafür geworben, den Verbrauchern mehr Zeit zu geben, um sich mit dem neuen Verfahren im Zahlungsverkehr nach und nach vertraut machen zu können. „Dadurch konnten sich die Verbraucher allmählich an den Umgang mit der IBAN gewöhnen. Der BIC ist ab sofort nur noch bei Zahlungen in Länder außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes – also beispielsweise der Schweiz – erforderlich“, sagte der Finanzminister.

Die von der EU-Kommission initiierte Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs sei ein weiterer Meilenstein hin zu einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt, so der Minister. Die Einführung einheitlicher Überweisungs- und Lastschriftstandards in der EU sei ferner ein logischer nächster Schritt nach der Einführung des Euro. „Für die Bankkunden bedeutet SEPA, dass innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden bargeldlosen Zahlungen hinsichtlich der Abwicklung und Kosten bestehen werden. Deshalb sollten wir uns jetzt ohne Nostalgie von Kontonummer und Bankleitzahl verabschieden und von SEPA fleißig Gebrauch machen“, hob der Minister zum Abschluss hervor.



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Politik & Wirtschaft